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(2010-08-13)
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Antike Münzfälschungen

Für den historisch interessierten Sammler etwas weniger ärgerlich als eine moderne Fälschung ist eine als antike Fälschung entlarvte Münze. Nicht anders als in der heutigen Zeit versuchten auch damals mehr oder weniger gut organisierte Kriminelle mit Falschgeld reich zu werden oder zumindest den Lebensstandard erheblich zu verbessern. Ein unterschied ist, dass es in der römischen Münzgeschichte Stücke gab, die nicht oder nicht nur einen symbolischen Wert hat, sondern einen ganz realen Materialwert. Sei es Gold, Silber oder Bronze. Für gefälschte Edelmetallmünzen reichte es also nicht aus nur den richtigen Stempel zu besitzen, sondern die Münzen mussten mit billigen Materialien, wie z.B. Blei oder Eisen gefüttert werden. Es ist bekannt, dass viele falsche Denare aus einem solchen Kern, umwickelt mit dünner Silberfolie bestehen. Heute verraten sich einige dieser schwarzen Schafe durch Grünspan oder Rost der unter der dünnen Silberoberfläche hervortritt. Damals waren sicher viele dieser Münzen im Umlauf, denn das Gewicht oder gar die Dichte zu prüfen war ohne Elektronik ein paar Minuten zeitraubender als heute. Leider sind uns nicht viele Arbeiten zu dem Thema bekannt, aber man darf wohl zwei wichtige Arten der Fälschung unterscheiden. Zum einen war es sicher mit Beziehungen und ein bisschen lockerem Kleingeld manchen Beschäftigten möglich den täglich benutzten Stempel auf einen eigenen aus Silberfolie und Blei präparierten Schrotling anzuwenden. Anderseits ist zumindest eine Ausgrabung einer offensichtlich gut organisierten Fälscherwerkstatt bekannt. Hier wurde anscheinend in großem Stil Falschgeld hergestellt.
Als Sammler tröstet vielleicht, dass die Münzen tatsächlich aus einer geschichtlich interessanten und weit zurückliegenden Epoche stammen und nicht etwa von einem modernen Betrüger, den man vielleicht hinter Gittern wünscht. Historisch gesehen sind Fälschungen auf jeden Fall interessant und verdienen bei häufig vorkommenden Münztypen sogar mehr Aufmerksamkeit als die sicher schon besser studierten Originale.
Natürlich wünsche wir trotzdem keinem, dass er bei Flohmarktkäufen oder angeblichen Dachbodenfunden viel Geld für billige Fälschungen ausgiebt. Die zusammengestellten Hinweise sollen einen kleinen Einblick gewähren, wie man zumindest bei schlecht gemachte Fälschungen eine Chance hat sie zu erkennen.
Wenn Sie Fotos von Fälschungen haben freuen wir uns über die Zusendung um sie an dieser Stelle zu präsentieren.