(2012-05-13)
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Griechische Gnathia-Keramik

Griechische Keramiken der sogenannten Gnathia-Gattung sind nicht nur schön anzusehen, sondern vor allem historisch interessant. Namensgebend für diesen Stil ist die antike Stadt Gnathia (heute Egnazia) im Osten Apuliens. Er entwickelte sich im 4.Jh.v.Chr. in Apulien parallel zum rotfigurigen Stils, der zu dieser Zeit teilweise begann polychrom zu werden. Kennzeichnend ist das Aufbringen von verschiedenen Farben direkt auf die gefirnissten Keramikkörper. Zunächst wurde eine ganze Palette von Farben, Weiß, Gelb, Orange, Rot, Braun, Grün und andere, genutzt, nach 330 v. Chr drängt die Nutzung der weißen Farbe die anderen Farben in den Hintergrund. Auch das Themenspektrum wird enger, gezeigt werden Wein- Efeu- und Lorbeerranken, Theatermasken, innerhalb der Ranken Männer- und Frauenköpfe, Tauben und Schwäne. Die meist unbemalte untere Hälfte der Gefäße wird nun häufig geriefelt. Neben Oinochoen, Skyphoi und Peliken werden auch Flaschen, Lekythen, Schüsseln und Kantharoi bemalt.



Literatur:
Rolf Hurschmann: Gnathiavasen. In: Der Neue Pauly. Band 4 (1998).
L. Forti, La ceramica di Gnathia (1965).

Bilder von Gnathia-Keramiken:
Griechischer Teller mit Standfuß, Apulien | Wird hier kein Bild angezeigt kontaktieren Sie uns bitte.
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Beschreibung zum abgebildeten Objekt:
Antike griechische Platte zum Servieren, aufgrund der Abmessungen mölicherweise als rituelle Opferplatte eingesetzt. Die Platte ist auf einem schlanken Standfuß aufgesetzt. Die Innenseite des Tellers selbst ist mit konzentrischen Kreisen in rot und weiß bemalt, innen dezente Ornamente, darunter fünf Schwanenkörper.

Griechische Oinochoe | Wird hier kein Bild angezeigt kontaktieren Sie uns bitte.
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Beschreibung zum abgebildeten Objekt:
Birnenförmige Kanne mit Henkel und kleeblattförmiger Öffnung. Verzierung vom Hals runter mit parallelen Linien und Ritzdekor, abschließend mit roter Linie. Darunter umlaufendes Muster aus Traubenstauden und Weinblättern.
Ein typisches Beispiel der Keramik aus Ignazia, welche sich durch einen satten, schwarzen Farbüberzug mit daraufgelegtem linearen Dekor sowie eine Verzierung mit Weinmotiven auszeichnet. Die Kannen wurden zum Weinausschank verwendet, das angebotene Stück ist ein sehr schönes Beispiel dieses ungewöhnlichen Stils, welcher sich vom bekannten rotfigurigen Stil eindeutig abhebt.