Anhänger als Widderkopf

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Anhänger als Widderkopf
Schön polierter Stein in Form eines stilisierten Widderkopfes mit spiralförmigen Hörnern. Vorderasiatisches Amulett aus der Bronzezeit.
450 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2909
Details

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Objekt: Anhänger als Widderkopf

Material: Dunkler, grau-blauer Stein mit polierter Oberfläche. Möglicherweise Granit.

Datierung: 3. Jt. v. Chr. bis 2. Jt. v. Chr.
Bronzezeit in Vorderasien.

Beschreibung:    Vorderasiatischer Anhänger in Form eines frontalen stilisierten Widderkopfes. Das Gehörn verläuft in Spiralen zu den Seiten. An der Rückseite des Kopfes befindet sich eine Durchgangsbohrung, durch die ein offener Ring aus Bronze gezogen ist. Es handelt sich offenbar um den originalen Ring, was für einen Anhänger dieses Alters eine große Seltenheit ist.
Gisela Zahlhaas ordnet den sehr änhlichen Widderkopfanhänger in der Sammlung Dexel dem bronzezeitlichen Kaukasusgebiet zu. Die dort belegteten Widderkopfanhänger, häufig aus Bronze, wurden vermutlich mit einer Gottheit in Verbindung gebracht. Sie könnten eine schutz- oder glückbringende Funktion für den Amulettträger gehabt haben. Auch als Symbol für Fruchtbarkeit wird der Widder in vielen antiken Kulturen verwendet.

Maße: Nur Kopf (ohne Metallring) 28mm breit, 22mm lang, 14mm dick. Metallring ca. 17mm Durchmesser.

Zustand: Spitze vom rechten Horn fehlend. Ansonsten nur minimale Bestoßungen und kleine Schleifspuren auf der Unterseite. Das Stück ist insgesamt in großartigem Zustand und samt originalem Bronzering erhalten. Museumswürdig. Weiße Beschriftung "SW2079", Inventarnummer des Museums für Morgenlandfahrer.

Provenienz: 2016 in einem deutschen Auktionshaus erworben. Zuvor in der Sammlung Ernst-Ulrich Walter, Museum für Morgenlandfahrer, ein Privatmuseum in Leutwitz, Sachsen, Deutschland (Inv.nr. SW2079). In die Sammlung erworben zwischen 1963 und 1986. Teile der Sammlung waren 2010/2011 im Museum der Westlausitz, in Kamenz in der Ausstellung Ex Oriente Lux und sind im gleichnamigen Katalog publiziert.

Referenzen: Vgl. G. Zahlhaas, Die Sammlung Marie-Luise und Dr. Thomas Dexel, S. 15, Nr. 2. Dort Verweis auf Unterwegs zum Goldenen Vlies - Archöologische Funde aus Georgien (1995), Nr, 110, Abb. 59.

Literatur: A. P. Kozloff, Animals in Ancient Art from the Leo Mildenberg Collection.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.