Bronzezeit-Schale mit Knickwand

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Bronzezeit-Schale mit Knickwand
Große Schale aus der Mittleren Bronzezeit II B bis C. 1730 bis 1550 v. Chr. Hervorragend für Lehrsammlung geeignet. Ca. 20cm Durchmesser.
315 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR1402-08
Details

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Objekt: Bronzezeit-Schale mit Knickwand
Material: Ockerfarbener, feiner Ton.
Maße: Höhe 106 mm, Durchmesser Standring 72 mm, Außenmaße der Lippe 202 mm x 183 mm.
Datierung: 1730 v. Chr. bis 1550 v. Chr.
Mittlere Bronzezeit II B bis C.
Beschreibung: Bronzezeitliches Gefäß mit Knickwand.
Schale mit nach unten flach zusammenlaufendem Unterteil, nach oben steiler auseinanderlaufendes Oberteil. Die beiden Teile sind optisch durch einen Knick nach innen getrennt, sodass die Wand eine S-Form beschreibt. Das Gefäß ruht auf einem aufwendig gearbeiteten, abgesetzten Standring.
Zustand: Museumswürdiger Zustand. Minimale Bestoßungen und mit Haarriss, der sich von Lippe senkrecht 60 mm nach unten zieht. Dem gegenüber zwei weitere, kürzere Risse, wohl bei Fertigung entstanden (ca 15 mm und 4 mm). Keine Restaurationen. Sehr seltener Erhaltungsgrad für ein Gefäß dieser Feinheit und Größe.
Anmerkungen: Knickwand-Schalen sind üblich für die Mittlere Bronzezeit II, es gab jedoch nur wenige Varianten dieses Gefäßtyps. Der charakteristische, starke Knick in der Gefäßwand sollte an frühe Metallschalen erinnern, die in dieser Zeit kostbare Statussymbole waren. Die feinen, umlaufenden Rillen hingegen zeugen von der Fertigung auf der Töpferscheibe.
Der Standfuß wird häufiger als Scheibe gefertigt, doch es gibt auch einige Beispiele für ringförmige Standfüße, wie bei dem hier vorliegendem Gefäß. Die aufwendige Ausführung des Fußes zusammen mit der innovativ geformten Knickwand klassifizieren eine neue Generation von Schalen, die mit den Traditionen der Mittleren Bronzezeit II A bricht [1]. Die technische Grundlage für die neue Produkton bildeten gut gemagerter Ton, sowie eine schnell drehende Töpferscheibe. Nur so konnte die strenge und komplizierte Form aus dünnwandigem Ton hergestellt werden [2].
Die vorliegende Schale bildet den vorherrschenden Typ dieser neuen Generation von Knickwand-Schalen und eignet sich damit hervorragend für eine Lehrsammlung.
Provenienz: 2010 im US-amerikanischen Kunsthandel erworben. Fund aus dem Nahen Osten, vermutlich aus Syrien oder Jordanien.
Referenzen: Vgl. Amiran, "Ancient pottery of the Holy Land", Seite 94, Foto Nr. 97 (IDA I. 7036) und Seite 97, Tafel 27, Nr. 10.
Vgl. Weippert, "Palästina in vorhellenistischer Zeit", Seite 251, Abb. 3.37, Nr. 6, "Knickwandgefäß aus Tell ed-Duwer".
Literatur: [1] R. Amiran, "Ancient Pottery of the Holy Land: From Its Beginnings in the Neolithic Period to the End of the Iron Age". Rutgers Univ. Pr. (1970)
[2] H. Weippert, "Palästina in vorhellenistischer Zeit". Handbuch der Archäologie. C. H. Beck (1988).
[3] D. Homès-Fredericq, H. J. Franken, "Pottery and Potters. Past and Present. 7000 Years of Ceramic Art in Jordan". Attempto Verlag, Tübingen (1986).
Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.