Mesopotamisches Rollsiegel mit abstraktem Motiv

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Mesopotamisches Rollsiegel mit abstraktem Motiv
In den milchig weißen Stein ist eine Szene geschnitten, die durch ihren hohen Abstraktionsgrad auffällt. Späte Uruk-Zeit bis Dschemdet-Nasr-Zeit, um 3000 v. Chr.
420 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2377
Details

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Objekt: Mesopotamisches Rollsiegel

Material: Milchig-weiß durchschimmernder Stein.

Datierung: Späte Uruk-Zeit bis Dschemdet-Nasr-Zeit,
3100 v. Chr. bis 2900 v. Chr.

Beschreibung:    Zylinderförmiges Siegel mit zentraler, durchgehender Längsbohrung. Auf die Siegelfläche der Außenseite ist ein Motiv geschnitten:
Linien unterschiedlicher Länge sind zu einem geometrischen Motiv angeordnet. Auffällig ist dabei, dass es nur horizontale und diagonale Richtungen gibt. Die Anordnung mit zwei kurzen horizontalen Linien wird als stark stilisierter Krebs oder ähnliches Tier gedeutet.
Das Rollsiegel wurde in Mesopotamien oder der unmittelbaren Umgebung gefertigt. Die Entstehungszeit ist der Übergang zwischen Uruk-Zeit und Sumerischer Zeit. Es ist interessant, dass die stark stilisierte Darstellung auch bei den mesopotamischen Idolen zu finden ist. Heute würden wir diesen Stil als Abstrakte Kunst oder Kubismus bezeichnen. Vergleichen Sie das Siegel zum Beispiel mit den Idolen vom Tell Brak-Typ aus der Uruk-Zeit.

Maße: 34mm lang, 14mm Durchmesser, 3mm Durchmesser der Durchgangsbohrung.

Zustand: Kleinere Abplatzungen an den Kanten, ansonsten perfekt erhalten.

Provenienz: 2014 im britischen Kunsthandel erworben. Zuvor in einer Privatsammlung. In diese erworben zwischen 1975 und 1985. Dem Siegel liegt ein Zettel mit Einschätzung von Professor Lambert bei.
Wilfred George Lambert (1926 bis 2011), britischer Altorientalist und vorderasiatischer Archäologe, war Professor an der University of Birmingham. Nach seiner Emeritierung wirkte Prof. Lambert in der altorientalischen Abteilung des British Museums mit.

Referenzen: Vgl. Habib Anavian Collection, Ancient Near Eastern Cylinder and Stamp Seals [], Nr. 33.
Vgl. E. Moeller, Ancient Near Eastern Seals in a Danish Collection, Nr. 38.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.