Prachtvolle Fibel aus der römischen Kaiserzeit

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Prachtvolle Fibel aus der römischen Kaiserzeit
Die große Bügelfläche wird von farbenfroher Emaille dominiert. Es handelt sich um einen Fibeltyp, der sich im 1. Jh. n. Chr. in Zentraleuropa entwickelte.
340 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2754B
Details

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Objekt: Prachtvolle antike Fibel aus der römischen Kaiserzeit

Material: Bronze mit Einlagen aus roter und blauer Emaille.

Datierung: Spätes 1. bis 2. Jh. n. Chr.
Römische Kaiserzeit.

Beschreibung:    Fibel in der Grundform einer gebogenen Platte mit dreieckiger Fläche. Der Fuß ist durch einen Stab mit drei Zierscheiben quer zum Stab abgesetzt und endet in einer floral geformten oder zoomorphen Platte mit Emaille-Einlagen. Am Kopf verbreitert sich die Fibel zu einem Scharnier. Die originale Nadel ist noch vorhanden und läuft vom Scharnier zu einer umgebogenen Aufnahmeplatte am Fuß.
Die Fibel ist sehr kunstvoll gestaltet und gibt dank der gut erhaltenen Emaille noch heute einen schönen Eindruck von der antiken Farbenpracht.

Bemerkungen: Dieser Fibeltyp entwickelte sich im ersten nachchristlichen Jahrhundert in den gallischen bis pannonischen römischen Provinzen. Ab dem Ende des Jahrhunderts war der Fibeltyp von Emailleverzierungen dominiert, zu welchem Zweck die Bügelfläche immer mehr vergrößert wurde. Dreiecke, Rauten oder Kreise waren typische Grundformen. Der Fuß dieses Fibeltyps war häufig in Form von Insekten gestaltet.
Auch bei der vorliegenden Fibel könnte eine stark stilisierte Insektenform den Fuß inspiriert haben. Ähnliche Fibeltypen waren in Zentraleuropa verbreitet, das bei Hattatt publizierte Exemplar stammt zum Beispiel aus Österreich. Auch für diese Fibel darf also eine Herkunft aus Zentraleuropa vermutet werden.

Maße: 49mm lang.

Zustand: Großartige Erhaltung. Stabiler Körper mit originaler Nadel. Nahezu perfekt erhaltene Einlagen aus roter und blauer Emaillepaste.

Provenienz: 2016 in einem deutschen Auktionshaus erworben. Zuvor in einer süddeutschen Privatsammlung. In diese erworben in den 1970er Jahren aus dem Kunsthandel.

Referenzen: Ähnlich R. Hattatt, A Visual Catalogue of Richard Hattatt's Ancient Brooches, S. 324, Tafel 183, Nr. 994.
Ähnlich R. Hattatt, Brooches of Antiquity, S. 153, Tafel 50, Nr. 994.

Literatur: Eine Abhandlung zu diesem Fibeltyp findet sich in:
R. Hattatt, Brooches of Antiquity, S. 151f.
Ein empfehlenswertes deutschsprachiges Einführungs- und Nachschlagewerk zu antiken Fibeln ist:
R. Heynowski, Bestimmungsbuch Archäologie 1, Fibeln (2012).

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.