Publizierte parthische Reiterfigur aus Ton

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Publizierte parthische Reiterfigur aus Ton
Die Tonfigur eines Reiters mit Pferd stammt vermutlich aus Syrien und geht auf die achämenidische bis parthische Zeit zurück. 6. Jh. v. Chr. bis 2. Jh. n. Chr.
430 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2912
Details

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Objekt: Parthischer Reiter mit Pferd aus Ton

Material: Gebrannter Ton mit roter Bemalung.

Datierung: 6. Jh. v. Chr. bis 2. Jh. n. Chr.
Achämenidisch bis parthisch.

Beschreibung:    Typische Reiterfigur aus dem Vorderen Orient. Von Hand geformte stilisierte Tonfigurengruppe bestehend aus Pferd und Reiter. Von der originalen Bemalung ist noch viel unter der Patina erkennbar.
Der Rumpf des Pferdes ist nur angedeutet, sodass die Beine direkt in den Kopf übergehen. Das Pferd hat die Gestalt eines umgedrehten Y. Der Reiter scheint sich an den Kopf des Pferdes zu klammern. Die Figur wird durch einen übergroßen Kopf dominiert. Darauf sitzt eine Kyrbasia, die typische Filzmütze der Meder, Perser und Skythen.
M. Tiersch hat in "Ex Oriente Lux" eine kleine Abhandlung über die hier angebotene Figur geschrieben, und assoziiert sie mit Typen aus Syrien, die ab dem 6. Jh. v. Chr. belegt sind. Sie gehen auf qualitätsvolle persische Arbeiten zurück und überdauern in der vorliegenden Machart bis in die seleukidische und parthische Zeit. Reiterfiguren dieser Art wurden in Heiligtümern, Gräbern sowie Häusern gefunden. Sie könnten als Votivgaben oder magische Utensilien gedient haben. Ein häufiges Vorkommen in Gräbern männlicher Kinder macht auch eine Funktion als Spielzeug wahrscheinlich.

Maße: 122mm hoch. 72mm lang. 33mm breit.

Zustand: Aus mehreren Stücken restauriert. Kleine Fehlstelle an einem der Pferdebeine und rechtes Pferdeohr fehlend. Ansonsten vollständig. Die originale rote Bemalung ist weitgehend erhalten. Attraktive Fundpatina. Weiße Beschriftung "SW 807", Inventarnummer des Museums für Morgenlandfahrer.

Provenienz: 2016 in einem deutschen Auktionshaus erworben. Zuvor im Bestand des deutschen Privatmuseums für Morgenlandfahrer (Inv.nr. SW0807). Dieses geht auf den bekannten Sammler Ernst-Ulrich Walter zurück. Er hat die Sammlung für sein Museum in den Jahren 1963 bis 1986 zusammengetragen, in denen er als Anwalt für internationales Handelsrecht den Orient bereiste und zwischen 1974 und 1978 als Berater für die Familie des persischen Schahs tätig war.
Dieses Objekt war von 2010 bis 2011 im Museum der Westlausitz, Kamenz, ausgestellt. Es wurde im weiter unten erwähnten Katalog zur Ausstellung publiziert.

Referenzen: Publiziert in F. Koch, Ex Oriente Lux, Schätze aus oberlausitzer Privatsammlungen, S. 176, Nr. 252.
Dort Verweis auf Parallelen in Moorey (2000), S. 461 bis 486.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.