Urnengefäß der Villanova-Kultur

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Urnengefäß der Villanova-Kultur
Keramik aus dem 9. Jh. v. Chr., unmittelbar vor der etruskischen Besiedelung. Ritzdekor aus Swastika und anderen geometrischen Elementen. Gefunden in Chiusi, Norditalien.
4.700 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR1764
Details

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Objekt: Urne der Villanova-Kultur
Material: Schwarz glasierte Keramik mit Ritzdekor.
Maße: Ca. 365mm hoch.
Datierung: 9. Jh. v. Chr.,
Villanova-Kultur.
Fundort: Chiusi, Italien.
Zustand: Einige größere, stabilisierte Risse am Körper. Material fast vollständig, lediglich Ergänzung am Rand und kleinere Stelle an einer Seite. Insgesamt sehr guter Zustand mit schön erhaltener Glasur und erhaltenem Dekor.
Beschreibung: Urnengefäß der eisenzeitlichen Villanova-Kultur.
Bikonischer Korpus mit Wulst in der Mitte. Die Unterseite ist zu einem Standfuß abgeflacht. Die Oberseite läuft in eine auskragende Mündung. An einer Stelle des mittleren Wulstes ist fast senkrechter, leicht nach oben weisender, runder Henkel angesetzt. Am Mittelwulst, sowie darunter und unterhalb der Mündung befindet sich ein umlaufendes Ritzdekor aus Swastika und anderen geometrischen Elementen.
Insgesamt ein Gefäß von beeindruckender Größe. Von der Villanova-Kultur, die direkt vor den Etruskern das spätere etruskische und dann kernrömische Gebiet besiedelte, sind nur wenige Artefakte erhalten geblieben.
Anmerkungen: Urnen dieser Art wurden von der Villanova-Kultur für Bestattungen verwendet. Die eingeäscherten Gebeine des Verstorbenen wurden zusammen mit Grabbeigaben in dem Gefäß beigesetzt. Typische Grabbeigaben waren eine gebogene (Schwert)Klinge für einen Mann oder Spinnwirtel und Schmuck für eine Frau. Die Art des Deckels wurde ebenfalls an das Geschlecht des Verstorbenen angepasst. Ein helmförmiger Deckel für Männer, ein schalenförmiger Deckel für Frauen. Die gefüllte Urne wurde schließlich in einer abgedeckten, unterirdischen Kammer vergraben.
Referenzen: University of Adelaide Museum of Classical Archaeology, Inventarnr. 647 und 648.
Mario Torelli, The Etruscans. Thames and Hudson (London, 2000). Seite 60 oben.
Christie's, Auktion 1163, Losnr. 69, im Jahr 2002.
Literatur: Laura Bentini, La Pianura Bolognese nel Villanoviano.
Luigi Malnati, La necropoli e l'abitato villanoviano «al Galoppatoio» di Castelfranco Emilia.
Guidi Alessandro, Studi sulla decorazione metopale nella ceramica villanoviana.
Provenienz: 2012 in einem Auktionshaus erworben. Zuvor in einer deutschen Privatsammlung. In diese erworben im Oktober 1968, aus dem Auktionshaus Dr. Fritz Nagel, Stuttgart. Angeblich ein Fund aus Chiusi, Italien.
Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.