(2012-01-11)
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Pfeilspitzen, Neolithikum / Jungsteinzeit

Objekt: Pfeilspitzen, steinzeitliche Ounjougou Kultur, original Funde.

Fundort: Nordafrika, westliche Sahara.

Datierung: Etwa 3000 bis 5000 v.Chr.
Neolithikum (Jungsteinzeit bzw. Spätsteinzeit), möglicherweise in Teilen noch aus der Kupfersteinzeit und frühen Bronzezeit.

Menge: Einzelverkauf. Megenrabatt auf Anfrage.

Abmessungen: Eine Größenverteilung ist auf dem Foto zu erkennen. Sie erhalten Pfeilspitzen von 20mm bis 50mm Länge.

Zustand: Vorzüglicher Zustand. Vollständig erhalten, keine Bruchware.

Echtheit: Alle Pfeilspitzen sind 100% authentisch. Sie erhalten zu jedem Kauf eine uneingeschränkt gültige Echtheitsgarantie.

Beschreibung: Diverse archäologische Typen von Pfeilspitzen sind in dem angebotenen Lot enthalten. Darunter gestielte, dreieckige, schmale, breite Herausarbeitungen, teilweise mit gezackten Kanten. Fast alle Pfeilspitzen sind geflügelt. Möglicherweise sind einige Pfeilschneiden unter den Funden.
Die Artefakte wurden nicht nach Typ oder Qualität sortiert. Daher ist alles in diesem angebotenen Lot enthalten und Sie selbst haben die Arbeit oder wohl eher das Vergnügen die Fundstücke zu klassifizieren bzw. sie vorerst einfach in die Vitrine zu stellen. Die folgene Abbildung zeigt einige gewöhnliche Typen von Steinpfeilspitzen.

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Die Patinierung der guten Stücke ist dem trockenen Klima und dem Sandboden entsprechend ausgeprägt.
Die Auswahl an Pfeilspitzen für Ihre Lieferung erfolgt nach dem Zufallsprinzip. So ist eine gerechte Verteilung was Typen, Erhaltung und Größe anbelangt für alle Käufer sichergestellt.

Die Echtheit der Stücke wird uneingeschränkt garantiert.

Bedeutung: Pfeilspitzen dieser Art wurden zum Beispiel für jungneolithische Bogenwaffen hergestellt und verwendet. Ein seltenes Beispiel für eine solche Pfeilspitze, die sich noch an Ihrem Platz auf einem schussbereiten Pfeil befindet wurde an einem ganz anderen Ort der Welt, nämlich bei der Mumie vom Hauslabjoch in den Ötztaler Alpen gefunden. Der besser als "Ötzi" bekannte Gletschermann lebte vor etwas mehr als 5000 Jahren und ist der einzige gut erhaltene Mensch aus jener Epoche. Er trug die für die Jungsteinzeit typische Waffe Pfeil und Bogen bei sich.
(vgl. Spindler 1993, 142f.; zur Datierung Bonani et al. 1994)
Aber die vielseitigen Steinwerkzeuge wurden vermutlich auch als Messer, Speerspitzen, Schaber oder Meißel verwendet.

Geschichte: Der Beginn der sogenannten neolithische Epoche (Jungsteinzeit) wird durch den Übergang von Jäger- und Sammlerkulturen, wie sie in der Mittel- und Altsteinzeit anzutreffen waren, hin zu sesshaften Gemeinschaften markiert, in denen Bauern Tiere und Pflanzen domestizierten. Sie endet mit dem Aufkommen der Metallurgie, im speziellen meist der Bronzeverarbeitung. Teilweise wird der Übergang zur Bronzezeit als separate Epoche betrachet, die Kupfersteinzeit genannt wird.
Die genauen Randdaten dieser Epochen unterscheiden sich je nach betrachtetem Kulturraum und dessen technisch-kultureller Entwicklung.

Betrachtet man speziell Afrika, so hat man einen Sonderfall vor sich, denn die Entwicklungen die das Neolithikum charakterisieren verliefen hier vielerorts nicht revolutionsartig schnell, sondern zogen sich über einen längeren Zeitraum hin. Um genaue Daten kann man daher streiten. Etwa 4900 v.Chr. lebten erste Stämme großenteils von der Viehzucht. Sie fristeten noch ein nomadisches Dasein. Kulturpflanzen tauchen in den Gebieten südlich der Sahara hingegen erst im 1. Jahrtausend v.Chr. auf. Sicher ist, dass die Entwicklung Afrikas regional sehr verschieden Ablief und auch deshalb ist die Epoche der Jungsteinzeit für manche Regionen nur schwer in Jahreszahlen zu fassen.

Archäologie: Im Vergleich zu Europa steht die Erkundung der jungsteinzeitlichen Artefakte aus Afrika noch am Anfang. Es mangelte seinerzeit an geballten Kulturräumen in denen sich steinerne Hinterlassenschaffen ansammelten. Es lassen sich jedoch 4 Kulturen ausmachen, denen wir vielfältige Funde in der heutigen Zeit verdanken. Und zwar die Gajiganna-Kultur (Nigeria), Kintampo-Kultur (Ghana), Ounjougou (Mali) und Dhar Tichitt (Mauretanien).
Man kann erwarten, dass die Erforschung der Steinzeit in Afrika einen ähnlichen Boom erleben wird wie es in Europa bereits vor Jahren und spätestens mit "Ötzi" geschah. Ein spannendes und brandaktuelles Gebiet also, an dem auch Sie teilhaben können.
Dem interessierten Hobby-Archäologen oder Anthropologen empfehlen wir speziell zu steinzeitlichen Pfeilspitzen das Buch

Friis-Hansen, Jan:
Mesolithic cutting arrows: functional analysis of arrows used in the hunting of large game. Antiquity 64, 1990, 494-504.




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