Ägyptische Patäke-Figur aus Fayence

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Ägyptische Patäke-Figur aus Fayence
Sehr seltene Patäken-Darstellung. Ein Mensch in Zwerggestalt, der als Gott oder Gottgleicher verehrt wurde. Schutzgott. 26. bis 30. Dynastie. Spätzeit.
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Objektnummer: 0541EGY0909
Details

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Objekt: Patäke-Figur aus Fayence, Altes Ägypten
Material: Mintgrüne Fayence
Maße: 32mm x 12mm x 10mm.
Datierung: 664 v. Chr. bis 332 v. Chr.
Spätzeit, Altes Ägypten,
26. bis 30. Dynastie.
Zustand: Kleine Fehlstelle an den Füßen, ansonsten intakt. Kopf und Körper wurden aus zwei Teilen restauriert. Fayenceoberfläche gut erhalten.
Beschreibung: Ägyptische Figur in Form der ägyptischen Gottheit Pataeke. Auch Ähnlichkeit zu Bes-Darstellungen vorhanden, was als alternative Deutung in Frage kommt.
Stehende stilisierte Figur. Beine V-förmig unterteilt, Darstellung des Oberkörper in zwei Seiten geteilt mit anliegenden segmentierten Armen. Kopf mit stilisierten Gesichtszügen. Änhlicher Aufbau auf der Rückseite, nur am Hinterkopf eine horizontale Linie.
Historisches: Patäke ist eine Gottheit in Zwerggestalt, der magische Kräfte und eine Schutzfunktion zugeschrieben wurden. Nach einer anderen Interpretation handelt es sich nicht direkt um einen Gott, sondern um einen Mensch in Zwerggestalt, der gottgleich verehrt wurde. Im Rahmen der ägyptischen Mythologie wurden solche Amulette mit Sicherheit als Schmuck und Schutz zugleich getragen.
Aber wie üblich ist die Geschichte der antiken und vorantiken Gottheiten verworren und deren Herkunft ist nicht immer klar zu rekonstruieren. Es gibt zahlreiche Parallelen. So verwendete der vielzitierte antike Geschichtsschreiber Herodot die Bezeichnung Patäke (griechisch Pataikoi) für die Figuren, welche die Enden der Ruderstangen phönizischer Triremen verzierten. Er erläuterte die Figuren als Imitation eines Zwerges und behauptete, dass diese dem Ptah (griechisch Hephaistos) von Memphis sehr ähnlich gewesen seien.
Provenienz: 2009 im Kunsthandel erworben.
Literatur: C. Andrews, Amulets of ancient Egypt, Seite 39.
Die ägyptische Sammlung der Universität Tübingen (z.B. Abb. 427). Katalog.
Referenzen: Vgl. Petrie, Amulets, Nr. 176d.
Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.