Ägyptisches Amulett eines Hasen

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Objektnummer
AR2357
Der Amuletttyp war in der Spätzeit des Alten Ägyptens sehr beliebt. Er sollte dem Träger Schnelligkeit und Fruchtbarkeit verleihen. Das Stück war in einem Privatmuseum des frühen 20. Jahrhunderts ausgestellt.
Objekt: Ägyptisches Amulett in From eines Hasen

Material: Mintgrüne Fayence.

Datierung: Spätzeit des Alten Ägyptens,
26. bis 30. Dynastie,
ca. 664 v. Chr. bis 332 v. Chr.

Beschreibung:    Ägyptisches Amulett in Form eines sitzenden Hasen. Vollplastischer ausgestreckter Hasenköper mit langen, angelegten Ohren. Unter dem Kröper ist eine rechteckige Grundplatte. Im Nacken unter den Ohren ist eine Bohrung als Öse, zum Auffädeln und Tragen als Amulett.

Anmerkungen: Ägyptische Amulette in Form eines Hasen sind seit dem Übergang zwischen Altem Reich und Erster Zwischenzeit bekannt. Zu jener Zeit und bis in das Neue Reich wurden sie üblicherweise aus Karneol oder Elfenbein gefertigt. Die größte Beliebtheit erlangten die Hasenamulette in der Spätzeit des Alten Ägyptens. Exemplare aus dieser Epoche waren aus grüner Fayence. Ihre Form entspricht der Hasen-Hieroglyphe, Gardiner Nr. E34.
Es handelt sich dabei um den ägyptischen Wüstenhasen. Der Name des Tieres wird aus dem altägyptischen mit sekhat transskribiert. Aufgrund des anspruchsvollen Lebensraums schrieben ihm die Ägypter, wie allen Wüstentieren, besondere Überlebensfähigkeiten zu. Dies wurde in der altägyptischen Kunst in Zusammenahng mit dem religiösen Element der Wiedergeburt gestellt. Für die übliche Amulettform der Spätzeit, also dem hier vorliegenden Exemplar, dürfte aber die Schnelligkeit und Fruchtbarkeit des Hasen ausschlaggebend gewesen sein. Diese Fertigkeiten sollten auf den Träger des Amuletts übergehen.

Maße: 19mm lang, 14mm hoch.

Zustand: Perfekt erhalten.

Provenienz: 2014 in einem britischen Auktionshaus erworben. Zuvor im Bestand des britischen Privatmuseums Crest in Hemel Hempstead. In diesen erworben 1939 oder früher. Das Museum gab als Herkunft der Stücke ältere Sammlungen an, die aufgelöst wurden. Alle Objekte seien dem British Museum vorgelegt worden.

Referenzen: Vgl. Petrie, Amulets, Tafel XXXVIII, Nr. 213c.

Literatur: C. Andrews, Amulets of Ancient Egypt, S. 63f.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.