Apulische Epichysis im Gnathiastil

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Apulische Epichysis im Gnathiastil
Hervorragend erhaltenes, eindrucksvolles Stück. Verziert mit Löwenköpfen, Granatapfel und Weinranken.
1.250 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2834
Details

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Objekt: Epichysis, apulisch

Material: Hellroter Ton mit schwarzem Überzug und Bemalung in weiß, gelb und rot.
Sogenannte Gnathiakeramik

Datierung: Spätes 4. Jh. v. Chr.
Frühe hellenistische Epoche

Beschreibung:    Hohes, elegant geformtes Gefäß. Eingezogene Wandung, ausladender tongrundiger Fuß, überkragender Ring unter der Schulter. Schulter sanft konvex geschwungen, darauf hoher, schmaler Hals. Dieser mündet in einen Schnabelausguss. Hochgezogener Bandhenkel mit plan-konvexem Querschnitt, am Ausguss an jeder Seite mit einem plastischen Löwenkopf verziert.
Auf der Vorderseite des Körpers Granatapfel. Am Fuß und auf der Unterseite des Schulterrings tongrundig belassene umlaufende Streifen. Auf dem Schulterring umlaufendes weißes Strahlenband. Die Schulter ist verziert mit zwei Weinranken, getrennt durch ein umlaufendes rotes Band. Auf dem Hals weißes Stabmuster.

Historisches:    Es handelt sich um eine Keramik der sogenannten Gnathia-Gattung. Namensgebend für diesen Stil ist die antike Stadt Gnathia (heute Egnazia) im Osten Apuliens. Er entwickelte sich im 4.Jh.v.Chr. in Apulien parallel zum rotfigurigen Stil, der zu dieser Zeit teilweise begann, polychrom zu werden. Kennzeichnend ist das Aufbringen von verschiedenen Farben direkt auf die gefirnissten Keramikkörper. Zunächst wurde eine ganze Palette von Farben, Weiß, Gelb, Orange, Rot, Braun, Grün und andere, genutzt, nach 330 v. Chr drängt die Nutzung der weißen Farbe die anderen Farben in den Hintergrund. Auch das Themenspektrum wird enger, gezeigt werden Wein- Efeu- und Lorbeerranken, Theatermasken, innerhalb der Ranken Männer- und Frauenköpfe, Tauben und Schwäne. Die meist unbemalte untere Hälfte der Gefäße wird nun häufig geriefelt. Neben Oinochoen, Skyphoi und Peliken werden auch Flaschen, Lekythen, Schüsseln und Kantharoi bemalt. Die Epichysis, eine Abwandlung der Oinochoe, stellte dabei eine bei den Gnathiamalern besonders beliebte Form dar.

Maße: Höhe 178 mm, Durchmesser 101 mm

Zustand: Sehr guter Zustand. Ausguss gebrochen und wiederangefügt. Unauffällige Bestoßungen und leichter Abrieb der Oberfläche. Insgesamt jedoch museumswürdiger Eindruck inklusive perfekt erhaltener Originalbemalung.

Referenzen: Corpus Vasorum Antiquorum. Hannover, Kestner Museum ii (Germany 72) Taf. 58 3-6
Corpus Vasorum Antiquorum. Naples, Museo Nazionale iii (Italy 24) Taf. 71 2-5

Provenienz: Erworben 2019 in einem traditionellen Münchener Auktionshaus. Dort eingeliefert von den Erben der Münzhandlung Karl Kress, München, aus den Restbeständen der Münzhandlung, welche ca. 1986 geschlossen wurde (auf dieses Jahr datiert der letzte von dem Haus herausgegebene Katalog). In den Bestand von Karl Kress aufgenommen vor 1980.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.