Apulischer Skyphos im Gnathiastil - Fund aus Nähe von Neapel

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Apulischer Skyphos im Gnathiastil - Fund aus Nähe von Neapel
Interessantes Stück mit bekannter Fundregion, aus aufgelöster Sammlung eines Kölner Museums. Sehr gut erhalten. Erworben 1965 bei Hermann Zirkel in Köln.
380 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2464
Details

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Objekt: Skyphos (Trinkschale mit zwei horizontalen Henkeln)

Material: Hellroter Ton mit schwarzem Überzug. Die ursprüngliche Bemalung ist noch als Schatten erkennbar.
Sogenannte Gnathiakeramik

Datierung: Ca. 4. - 3. Jh. v. Chr.
Frühe hellenistische Epoche

Beschreibung:    Glockenförmiger hoher Becher mit diskusförmigem Standfuss. Die horizontalen Henkel sind nahe der Lippe angebracht. Das ursprüngliche Rankendekor sowie das Punktband am Rand sind noch als Schatten erkennbar.

Historisches:    Es handelt sich um eine Keramik der sogenannten Gnathia-Gattung. Namensgebend für diesen Stil ist die antike Stadt Gnathia (heute Egnazia) im Osten Apuliens. Er entwickelte sich im 4.Jh.v.Chr. in Apulien parallel zum rotfigurigen Stil, der zu dieser Zeit teilweise begann, polychrom zu werden. Kennzeichnend ist das Aufbringen von verschiedenen Farben direkt auf die gefirnissten Keramikkörper. Zunächst wurde eine ganze Palette von Farben, Weiß, Gelb, Orange, Rot, Braun, Grün und andere, genutzt, nach 330 v. Chr drängt die Nutzung der weißen Farbe die anderen Farben in den Hintergrund. Auch das Themenspektrum wird enger, gezeigt werden Wein- Efeu- und Lorbeerranken, Theatermasken, innerhalb der Ranken Männer- und Frauenköpfe, Tauben und Schwäne. Die meist unbemalte untere Hälfte der Gefäße wird nun häufig geriefelt. Neben Oinochoen, Skyphoi und Peliken werden auch Flaschen, Lekythen, Schüsseln und Kantharoi bemalt. Die Epichysis, eine Abwandlung der Oinochoe, stellte dabei eine bei den Gnathiamalern besonders beliebte Form dar.

Maße: Höhe 89 mm, Durchmesser 82 mm (mit Henkeln 138 mm)

Zustand: Sehr guter Zustand. Gefäßkörper vollständig intakt. Lediglich minimale Bestoßungen. Die Bemalung ist stark berieben und verblichen, jedoch noch erkennbar.

Referenz: Corpus Vasorum Antiquorum, Copenhagen, National Museum 7, Pl. 276.6

Provenienz: Von uns im Jahr 2018 aus der deutschen Generationensammlung Bergweiler erworben. In diese erworben von Ä. und P. Bergweiler am 23. Mai 1965 bei der Antiquitätenhandlung Hermann Zirkel in Köln. Eine erhaltene Notiz von H. Zirkel zum Gefäß besagt "Tasse stammt aus einer aufgelösten Sammlung des Museums im Köln. Fundort ist nördlich Neapel".

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.