Attische schwarzfigurige Lekythos mit Museumsparallele

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Attische schwarzfigurige Lekythos mit Museumsparallele
Aus der "Kriegers-Abschied" Gruppe. Ein fast identisches Stück des selben Malers befindet sich in der Antikensammlung Tübingen, ein weiteres sehr ähnliches im Antikenmuseum Basel. Sehr gut erhaltenes, eindrucksvolles Objekt. Mit Art Loss Zertifikat.
auf Anfrage

Verfügbarkeit: Verkauft

Objektnummer: AR2845
Details

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Objekt:        Attische schwarzfigurige Lekythos

Material: Hellroter Ton mit schwarzem Überzug und dunkelroter Farbe
Schwarzfigurige Vasenmalerei

Datierung: 530 - 520 v. Chr.
Späte Archaische Epoche

Beschreibung:    Sogenannte "Phanyllis-Form": Stark ausladender Teil der Bauchwandung über kräftigem Echinusfuß, hochgezogene Schulter, von welcher der hohe Hals durch einen kleinen Absatz getrennt ist.
Die Darstellung auf dem Körper und der Schulter ist in der Forschung als "Kriegers-Abschied-Gruppe" bekannt und lässt sich u.a. durch einen Grabfund recht exakt auf 530-520 v. Chr. datieren. In der Mitte steht ein nach links gewendeter Krieger, zum großen Teil vom Rundschild verdeckt. Außerdem ist er mit Beinschienen, Speer und Helm gerüstet, an Beinschienen und Helm sind rote Farbreste. Links und rechts je zwei ruhig stehende, dem Krieger zugewandte Männer. Alle vier sind bartlos, in Mäntel gehüllt und tragen einen Speer in der vom Mantel verhüllten Hand. Doppelt geritzte Säume oben und unten. Die vordere Mantelfalte der beiden linken und der äußeren rechten Figur in kräftigem rot, ebenso wie das Haar der jeweils äußeren Figuren.
Am Schulterknick zarte Firnislinie. Auf der Schulter fünfteilige Palmette, alternierend schwarz-rot, über zwei Kreisen. Zu beiden Seiten je eine Mantelfigur nach innen gerichtet, die verhüllten Hände nach vorne gestreckt. Mantel mit doppelt geritztem Saum oben und unten sowie rotem Rand vorne.
Unterseite tongrundig. Fußoberseite, unterer Teil der Wandung, die Mündung innen und außen sowie der Henkel außen gefirnißt.
Aufgrund der breiten rundlichen Form eines der frühen Exemplare innerhalb der Gruppe, vgl. dazu Corpus Vasorum Antiquorum Reading, Taf. 11.8

Maße: Durchmesser 95 mm, Höhe 165 mm

Zustand: Sehr guter Zustand. Leichter Abrieb der Oberfläche, teilweise oberste Glasurschicht abgeblättert, möglicherweise kleine Füllstellen. Der Fuß ist aus Scherben restauriert. Insgesamt schöner Gesamteindruck.

Referenz: Ein fast identisches Stück des selben Malers ist publiziert in:
Corpus Vasorum Antiquorum, Tübingen, Antikensammlung des Archäologischen Instituts der Universität 3, Pl. 39.5-7, 40.1
Für eine weitere sehr ähnliche Kanne aus der Gruppe "Kriegers Abschied" siehe:
Corpus Vasorum Antiquorum, Basel, Antikenmuseum 1, Pl. 34.10;12, 35.2

Provenienz: Erworben 2019 aus dem deutschen Privatbesitz G. E. Zuvor in der deutschen Privatsammlung Dr. H. R. In diese erworben am 16. Oktober 1978 bei Axel G. Weber, Köln.

Sammlung Dr. H. R.: Dr. H. R. war ein promovierter Altphilologe, Gymnasiallehrer und Altertumsfreund. Sobald es ihm nach seinen Studienjahren finanziell möglich war, begann er 1970 zunächst mit dem Erwerb von römischen Münzen. Nach 1971 ging Dr. R. vermehrt dazu über, kleinere, kaiserzeitliche Antiken zu erwerben, denen alsbald auch griechische Vasen meist unteritalischer Machart folgten. Die Sammlung befand sich stets in Deutschland und wurde in seinem Domizil im Rheinland präsentiert. Das letzte Objekt wurden 1989 in die Sammlung aufgenommen.

Zertifikat: Ein ArtLoss Zertifikat liegt vor und kann hier eingesehen werden. Die Datenbank von ArtLoss umfasst gegenwärtig über 500,000 als gestohlen / verloren gemeldete Objekte und bezieht auch aktiv die entsprechenden Datenbanken von Interpol und vom FBI ein. Selbstverständlich erhalten Sie beim Kauf das ArtLoss Zertifikat zusammen mit dem Objekt.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.