Becher der Nazca-Kultur

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Becher der Nazca-Kultur
Farbenfroh bemaltes Gefäß der präkolumbischen Nazca-Kultur. Aus der Frühphase zwischen dem 1. und 5. Jh. n. Chr.
645 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2667C
Details

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Objekt: Bemalter Becher der Nazca-Kultur

Material: Ton mit mehrfarbiger Bemalung in hellbraun, rot-braun, schwarz und weiß.

Datierung: Frühe Nazca-Kultur,
ca. 0 bis 450 n. Chr.

Beschreibung:    Der Becher hat einen runden Boden und steile Wände, die sich nach oben leicht verjüngen. Unterhalb der Lippe ist der Becher leicht tailliert. Die Bemalung teilt sich in drei horizontale Zonen. Die untere ist monochrom hellbraun, die mittlere monochrom rot-braun und die obere ist durch einen weißen Streifen abgetrennt und mehrfarbig bemalt. Auf schwarzen Grund sind drei Zeilen mit einzelnen Wellen umlaufend bemalt. Deren Farbe ist abwechselnd weiß und rot-braun.
Das Gefäß ist ein schönes Beispiel für die Kunst der präkolumbischen Nazca-Kultur.

Anmerkungen: Die peruanische Nazca-Kultur entwickelte sich seit 200 v. Chr. von den Flussoasen des Río Gránde ausgehend. Es handelte sich nicht um einen zentral organisierten Staat, sondern um einen losen Verbund von Siedlungen. Die extreme Dürre der Region meisterten die Siedlungen durch den Bau und Betrieb unterirdischer Bewässerungskanäle. In dem Überfluss der somit ermöglichten Landwirtschaft entwickelte sich eine vielfältige und eigentümliche Kultur. Berühmt sind heute vor allem die Nazca-Linien, in den Boden gescharrte abstrakte Figuren, dessen Ausmaße so riesig sind, dass sie nur aus der Luft als Ganzes betrachtet werden können.
Töpferarbeiten der Nazca zeichnen sich durch feinen Ton und dünne Wände aus, die mit Szenen in kräftigen Farben verziert wurden.

Maße: Ca. 89mm Höhe und 95mm Durchmesser.

Zustand: Museumswürdiger Zustand. Das Gefäß ist vollständig und intakt, ohne Restaurierung. Auch die Farbe ist weitgehend erhalten, nur an einer Seite ist ein nennenswerter Abrieb, der vermutlich von der Lagerung im Boden stammt, bei der eine Seite des Gefäßes der Verwitterung stärker ausgesetzt war als die anderen Seiten.
Beschriftung "11" von Helene Ferro mit schwarzem Stift an der Unterseite.

Provenienz: 2018 im deutschen Kunsthandel erworben. Zuvor in der deutschen Privatsammlung Helene Ferro, Sammlungsnummer 11. Frau Ferro unternahm abenteuerliche Reisen in Südamerika und verbrachte eine längere Zeit dort. Sie erkundete die Kunst und Kultur des Kontinents und erwab zwischen 1945 und 1967 zahlreiche Artefakte der präkolumbischen südamerikanischen Hochkulturen. Vor 1968 wurden alle Objekte nach Deutschland verbracht.

Literatur: A. Kroeber, The Archaeology and Pottery of Nazca.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.