Die Alte Geschichte meint die Geschichte Griechenlands und Roms vom archaischen Griechenland bis zum Ende des römischen Imperiums. Mit dazu gehört natürlich die Geschichte der benachbarten Zivilisationen und Völker, die oft sehr wichtig für das Verständnis der Zusammenhänge ist.

Diese wissenschaftliche Disziplin wurde erstmals von den Humanisten der frühen Renaissance angegangen. Seit dem wurde viel Arbeit investiert, um antike Texte über Ländergrenzen hinweg zu finden und dank Buchdruck sicherer für die Nachwelt festzuhalten. Auch Korrekturen durch Vergleiche wurden vorgenommen, wenn ein Text in mehreren Versionen überliefert war. Gleichfalls konnten mittelalterliche Fälschungen antiker Text durch das systematische Vorgehen der Humanisten erstmals entlarvt und aus dem Verkehr gezogen werden.

Aber nicht nur die überlieferten Texte gerieten in den Fokus des Interesses. Auch die Archäologie erlebte mit Hilfe der neu erworbenen Kenntnisse über die Alte Geschichte eine Blüte. In diesem Zusammenhang wurden private Studienreisen zu den Ruinen des alten Roms eine Mode, wie sie noch deutlich später in der Italienreise Goethes beschrieben wird.

Heute erfreuen sich das Wissen um die Antike und deren materiellen Überreste bei breiten Schichten der Bevölkerung einer großen Beliebtheit. Eine Faszination, die dank der guten Quellenlage und reicher archäologischer Funde in Museen und Privatbesitz vielfältig befriedigt werden kann.