Perlen scheinen nach heutigem Wissen bereits 28.000 Jahre vor unserer Zeit als Tauschmittel im Einsatz gewesen zu sein. Darüber hinaus wurden Sie natürlich auch seit prähistorischen Zeiten als Schmuck und Statussymbol getragen. Eine neue Blüte erreichte die Perle mit deren massenhafter Produktion nach dem Aufkommen von glasartigen Perlen in den Stadtstaaten Mesopotamiens. Im Altertum war sie im Einsatz als Knopf, für Gürtel, Sandalen, Stickerei und als Ornament.

Perlen gab es zunächst aus Muscheln, Knochen, Elfenbein und weichen Steinen, später aus härterem Gestein, Glas und schließlich aus Metallen wie Bronze, Silber und Gold, sowie aus Edelsteinen. Diese beständigen Materialien sind bis heute als Zeugen längst vergangener Kulturen erhalten geblieben. Alte Perlen sind daher nicht nur eine reine Sammelleidenschaft. Es gibt viele Frage zu stellen. Wo kommen die Perlen her; wozu wurden Sie benutzt; wem haben Sie gehört und auf welchen Handelsrouten wurden Sie transportiert? Diese Fragen spannen den faszinierenden Rahmen für die Beschäftigung mit prähistorischen, antiken oder mittelalterlichen Perlen.
Auch die erneute Verwendung der kleinen Schätze als Modeschmuck erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Das Alter der Stücke setzt der Fantasie und den Kombinationsmöglichkeiten keine Grenzen.

Jede Perle ist ein Unikat, da sie in Handarbeit hergestellt wurde und individuell patiniert ist. Für den interessierten Perlenliebhaber empfehlen wir folgende Bücher:

Alle Perlen dieser Welt
Eine Kulturgeschichte des Perlenschmucks
Lois Sherr Dubin, Dumont Sonderausgabe 1997
ISBN 3-7701-4039-7

Chevron and Nueva Cadiz Beads
Volume 7, Beads from the West African Trade
John and Ruth Picard
ISBN 0-9622884-2-X