Denar des Domitian

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Denar des Domitian
Geprägt 93 - 94 n. Chr., bereits zum Ende der Regierungszeit. Der Revers zeigt Minerva mit Blitzbündel, Speer und Schild.
94 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2707
Details

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Prägung des:      Domitian
(mperator Caesar Domitianus Augustus Germanicus)

Regierungszeit:         81 - 96 n. Chr.

Nominal: Denar

Material: Silber

Details: Durchmesser: 19 mm, Gewicht: 3,06 Gramm.
Münzstätte: Rom, 93 - 94 n. Chr.

Avers: Belorbeerter Kopf des Domitian n.r.
IMP CAES DOMIT AVG GERM P M TR P XIII

Revers: Minerva steht n.l., hält Blitzbündel in der rechten und Speer in der linken Hand, zu Füßen Schild
IMP XXII COS XVI CENS P P P

Erhaltung Avers sehr schön, Revers s+; Leicht besser erhalten als der vom Bild vermittelte Eindruck.

Referenzen: RIC2 763; RSC 283

Historisches: Der letzte Kaiser der flavischen Dynastie, Titus Flavius Domitianus, ist uns in einem sehr negativen Licht überliefert. Im Jahre 81 übernahm er nach dem Ableben seines Bruders Titus, für dessen Tod ihn einige antike Autoren gar verantwortlich machen wollen, die Herrschaft. Während er sich als ein durchaus fähiger Regent erwies, machte er sich schon recht schnell den Senat zum Feind, weil er ihn weitgehend ignorierte und aus den Regierungsgeschäften heraushielt. Mit fortschreitender Regierungszeit ließ er die von Augustus geschaffene und seitdem mit wenigen Ausnahmen beibehaltene Fassade des Prinzipats immer mehr fallen, 85 n. Chr. übernahm er schließlich gar den Titel eines Zensors auf Lebenszeit. Das Amt bot ihm das Recht, Senatoren nach Belieben zu entlassen (geschaffen in der Zeit der Republik und ursprünglich untadeligen Männern übergeben, um korrupte Senatoren aus dem Rat zu entfernen). Gegen Ende der 80er Jahre wurde seine Herrschaft immer gewalttätiger, zahlreiche Senatoren und Ritter fanden auf seinen Befehl hin den Tod. Sueton spricht in dieser Hinsicht vom Domitianischen Terror. Diese senatsfeindliche Haltung mag maßgeblich dazu beigetragen haben, dass der Kaiser später massiv in Verruf geriet und dass die Geschichtsschreibung zu seinen Ungunsten beeinflußt wurde, auch wenn er wohl die Unterstützung von Volk und Militär besessen hat. Domitian wurde schließlich 96 n.Chr. von Stephanus ermordet, mit ihm endete die Herrschaft der flavischen Dynastie. Sein Nachfolger wurde der altverdiente Senator Nerva. Der Mord wurde vom Senat offiziell gebilligt und das Andenken des Kaisers der damnatio memoriae preisgegeben (dies bedeutete, dass alle Bild- und Schriftzeugnisse seiner Herrschaft ausgelöscht wurden. Büsten wurden umgearbeitet, Münzen eingeschmolzen, Reliefs und Inschriften getilgt).

Provenienz: 2016 erworben bei Gitbud & Naumann

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.