Fein gearbeitete Kylix aus Gnathia-Keramik

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Fein gearbeitete Kylix aus Gnathia-Keramik
Großartiger Zustand. Vollständig intakt mit gut erkennbarer Bemalung. Aus alter deutscher Sammlung, erworben in den 1970er Jahren in London.
auf Anfrage

Verfügbarkeit: Verkauft

Objektnummer: AR2240
Details

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Objekt:        Kylix (flache Schale mit hohem Standfuß)

Material: Gelb-rötlicher Ton mit schwarzem Überzug

Datierung: 4. Jh. v. Chr.

Maße: 21,0cm Durchmesser mit Henkeln, 15,8cm Durchmesser ohne Henkel, 6,0cm Höhe mit Henkeln, 5,4cm Höhe ohne Henkel.

Beschreibung:    Flache Schale mit Fuß, Kylix. Der Fuß ist durch zwei Rillen profiliert. Zwei senkrecht angesetzte, kantig gebogene Henkel, diese erstrecken sich in ihrer Höhe leicht über den Schalenrand.
Unterseite des Fußes ist bloß belassen, ansonsten komplett schwarz überzogen. Innenseite mit umlaufender Blattgirlande verziert.

Historisches: Es handelt sich um eine Keramik der sogenannten Gnathia-Gattung. Namensgebend für diesen Stil ist die antike Stadt Gnathia (heute Egnazia) im Osten Apuliens. Er entwickelte sich im 4.Jh.v.Chr. in Apulien parallel zum rotfigurigen Stil, der zu dieser Zeit teilweise begann, polychrom zu werden. Kennzeichnend ist das Aufbringen von verschiedenen Farben direkt auf die gefirnissten Keramikkörper. Zunächst wurde eine ganze Palette von Farben, Weiß, Gelb, Orange, Rot, Braun, Grün und andere, genutzt, nach 330 v. Chr drängt die Nutzung der weißen Farbe die anderen Farben in den Hintergrund. Auch das Themenspektrum wird enger, gezeigt werden Wein- Efeu- und Lorbeerranken, Theatermasken, innerhalb der Ranken Männer- und Frauenköpfe, Tauben und Schwäne. Die meist unbemalte untere Hälfte der Gefäße wird nun häufig geriefelt. Neben Oinochoen, Skyphoi und Peliken werden auch Flaschen, Lekythen, Schüsseln und Kantharoi bemalt. Die Epichysis, eine Abwandlung der Oinochoe, stellte dabei eine bei den Gnathiamalern besonders beliebte Form dar.

Zustand: Großartiger Zustand. Vollständig intakt mit gut erkennbarer Bemalung. Kaum Abrieb und Bestoßungen der Oberfläche. Irisierende Fundpatina an der Unterseite.

Referenz: Corpus Vasorum Antiquorum, Naples, Museo Nazionale 3, IV.E.11, Pl. 60.5 (dort mit Bildtondo); Pl. 61.2;3

Provenienz: 2017 aus dem deutschen Privatbesitz M. Voos erworben. In diesen 2017 durch Erbschaft der deutschen Privatsammlung H. Herbst. Das Objekt wurde 1976 - 1978 in London für die Sammlung Herbst erworben, vermutlich bei der Galerie Davies Antiques.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.