Große Oinochoe mit Frauenbüste und plastischem Löwenkopf

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Große Oinochoe mit Frauenbüste und plastischem Löwenkopf
Imposante Vase in großartiger Erhaltung. Aus der Sammlung eines New Yorker Professors, in diese aufgenommen in den 1970er Jahren. Mit Art Loss Zertifikat.
1.850 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2677
Details

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Objekt: Oinochoe
Bauchige Kanne mit kleeblattförmig eingefalteter Mündung und hohem Bandhenkel

Material: Hellroter Ton mit schwarzem Überzug und Bemalung in gelb und braun-rot.
Sogenannte Gnathiakeramik

Datierung: Frühes 3. Jh. v. Chr.
Hellenistische Epoche

Beschreibung:    Hohes, elegant geformtes Gefäß. Ausladender Fuß, durch tongrundig belassenen Ring vom Körper getrennt. Birnenförmiger Körper mit kurzem schmalem Hals. Kleeblattförmig eingefaltete Mündung, geschwungener Bandhenkel.
Unterseite des Körpers mit zwei geriefelten Segmenten dekoriert, diese sind durch ein gewelltes gelbes Band voneinander getrennt. Auf dem Hals Büste einer Frau mit sorgfältig frisiertem Haar, zu beiden Seiten gerahmt mit Darstellungen von Geschmeide und Girlanden, welche von der darüber umlaufenden Weinranke herunterhängen. Die Auf dem Henkelansatz an der Lippe ein plastischer Löwenkopf.

Historisches:    Es handelt sich um eine Keramik der sogenannten Gnathia-Gattung. Namensgebend für diesen Stil ist die antike Stadt Gnathia (heute Egnazia) im Osten Apuliens. Er entwickelte sich im 4.Jh.v.Chr. in Apulien parallel zum rotfigurigen Stil, der zu dieser Zeit teilweise begann, polychrom zu werden. Kennzeichnend ist das Aufbringen von verschiedenen Farben direkt auf die gefirnissten Keramikkörper. Zunächst wurde eine ganze Palette von Farben, Weiß, Gelb, Orange, Rot, Braun, Grün und andere, genutzt, nach 330 v. Chr drängt die Nutzung der weißen Farbe die anderen Farben in den Hintergrund. Auch das Themenspektrum wird enger, gezeigt werden Wein- Efeu- und Lorbeerranken, Theatermasken, innerhalb der Ranken Männer- und Frauenköpfe, Tauben und Schwäne. Die meist unbemalte untere Hälfte der Gefäße wird nun häufig geriefelt. Neben Oinochoen, Skyphoi und Peliken werden auch Flaschen, Lekythen, Schüsseln und Kantharoi bemalt. Die Epichysis, eine Abwandlung der Oinochoe, stellte dabei eine bei den Gnathiamalern besonders beliebte Form dar.

Maße: Höhe 240 mm, Durchmesser 125 mm

Zustand: Sehr guter Zustand, lediglich 45mm langes Stück der Lippe abgebrochen und fehlend. Ansonsten intakt mit weitgehend erhaltener originaler Bemalung.

Referenzen: Corpus Vasorum Antiquorum, Michigan, University of Michigan 1, Pl. 29.7
Corpus Vasorum Antiquorum, Taranto, Museo Nazionale 3, IV.D.G.4, Pl. 22.1
Corpus Vasorum Antiquorum, Brussels, Musees Royaux du Cinquantenaire 1, IV.D.c.1, Pl. 1.4A&B

Zertifikat: Ein ArtLoss Zertifikat liegt vor und kann hier eingesehen werden. Die Datenbank von ArtLoss umfasst gegenwärtig über 500,000 als gestohlen / verloren gemeldete Objekte und bezieht auch aktiv die entsprechenden Datenbanken von Interpol und vom FBI ein. Selbstverständlich erhalten Sie beim Kauf das ArtLoss Zertifikat zusammen mit dem Objekt.

Provenienz: Erworben 2019 in einem US-amerikanischen Auktionshaus. Dort eingeliefert aus der Sammlung eines Professors aus Manhattan, New York City, in diese erworben in den 1970er Jahren.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.