Große Kanaanitische Schalenlampe - Fund aus Hebron

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Große Kanaanitische Schalenlampe - Fund aus Hebron
Eisenzeitliche Öllampe aus der Privatsammlung der Familie Baidun, in dieser seit mind. den 1950er Jahren. Aus Israel exportiert mit Exportgenehmigung der IAA Nr. 536560.
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Verfügbarkeit: Verkauft

Objektnummer: AR2408C
Details

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Objekt:        Große Kanaanitische Schalenlampe (Öllampe)

Material: Roter Ton

Datierung: 1200 v. Chr. bis 586 v. Chr.
Eisenzeit

Beschreibung:    Schalenlampe mit abgerundetem Boden ohne Standfläche. Hoher, abgeflachter Rand. Die eingekniffene Schnauze bildet die Dochtmulde. Auf Drehscheibe gefertigt.

Historisches:    Als erste Lampen wurden mit Tierfetten gefüllte flache Steinschalen verwendet, welche am Rand eine kleine Rinne für den Docht hatten. Dochte bestanden zunächst nur aus Pflanzenfasern, später auch aus Stoffresten. Derartige Schalenlampen wurden in manchen Regionen schon im 8 Jahrtausend v. Chr. benutzt. Über viele Jahrhunderte entwickelte sich dieser Lampentyp kaum weiter, obgleich verschiedene Brennstoffe und Formen aus Ton und Stein auftraten. Die erste wesentliche Verbesserung war die Verwendung von Pflanzenölen. Dadurch konnten die Schalen zugedeckt und so vor Verschmutzung geschützt werden. Die verwendeten Brennstoffe (Fett, Talg, Öl) sind dickflüssig, so dass sie nur einige Millimeter bis wenige Zentimeter im Docht nach oben steigen können. Geht der Brennstoff zur Neige, verglüht ein Teil des Dochts.

Maße: Länge 148 mm, Breite 146 mm, Höhe 60 mm

Zustand: Hervorragender Zustand, sehr unauffällige Restaurierungen an der Nase rechts und linker Körperseite. Vollständig, mit kräftiger Fundpatina. Originale Rußspuren an Nase. Aufkleber mit Aufschriften "1662" und hebräischer Aufschrift.

Referenzen: Rosenthal-Sivan, QEDEM 8 - Ancient lamps in the Schlossinger Collection (1978), Nr. 318

Provenienz: 2017 erworben von Baidun Fine Antiquities, Via Dolorosa, Jerusalem. Aus Israel exportiert mit Exportgenehmigung der IAA Nr. 536560. Aus der Privatsammlung der Familie Baidun, in dieser seit mind. den 1950er Jahren. Als Fundregion ist Hebron überliefert.
Vor fast 80 Jahren gründete Mahmud Baidun eine Antiquitätenhandlung, die sich später zur "Khader M. Baidun Galleries" in der Altstadt von Jerusalem entwickelte. Schnell machte er sich einen Namen als Kenner, und wurde von Sammlern und Händlerkollegen gleichermaßen gerne zu Rate gezogen. Im Jahre 1980 übernahm sein Sohn Khader die Galerie. Heute führt Rami Baidun den Traditionsbetrieb in 3. Generation weiter. Die Galerie Baidun befindet sich im Herzen der Jerusalemer Altstadt in der Via Dolorosa.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.