Kanaanitischer Skarabäus

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Kanaanitischer Skarabäus
Lokale levantinische Produktion während der Zeit der 13. bis 15. Dynastie in Ägypten. Mit Exportgenehmigung der israelischen Antikenbehörde.
315 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2659B
Details

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Objekt: Kanaanitischer Skarabäus

Material: Steatit

Datierung: 13. Dynastie bis Mitte 15. Dynastie des Alten Ägypten.
1759 v. Chr. bis 1575 v. Chr.

Beschreibung:    Siegel in Form eines Skarabäus mit Längsbohrung zur Auffädelung. Die Oberseite ist schematisch dargestellt. Die Unterseite ist graviert und zeigt im Abdruck fünf Doppelspiralen, die in einem Oval angeordnet sind.

Hintergrund: Skarabäen (Käfersteine) haben Ihren Ursprung im Alten Ägypten und stellen den Käfer "Heiligen Pillendreher" (Scarabaeus sacer) dar. Dieser galt als Symbol der Schöpferkraft und wurde bald als göttlich verehrt und in Form von Amuletten als Glücksbringer getragen. Skarabäen wurden aus Stein, gerne Steatit, geschnitten. Ihre Unterseite ist meist mit Mustern, Hieroglyphen oder symbolischen Darstellungen versehen, sodass sie auch als Siegel verwendet werden konnten. Amulettskarabäen sind in der Regel nicht länger als 15 bis 20mm.
Die Skarabäen wurden schließlich zu einem beliebten Importprodukt für die Kanaaniter. Die Ursprünge der kanaanitischen Kultur sind auf ca. 3000 v. Chr. zu datieren, sie bestand bis ca. 1100 v. Chr. fort und umspannte das heutige Israel, Palästina, Jordanien, Syrien und den Libanon. Die Kanaaniter waren es, die um 2500 v. Chr. Jerusalem gründeten.
Ab etwa 1800 v. Chr. und verstärkt seit 1700 v. Chr. wurden Skarabäen auch von kanaanitischen Völkern der Levanteküste lokal produziert. Es gab enge Handelsbeziehungen mit Ägypten. Ägyptische Motive wurden zunächst nachgeahmt, später auch durch eigene Kreationen erweitert. Die kanaanitischen Skarabäen sind somit eng verwandt mit den Skarabäen der Hyksoszeit.

Maße: 14mm lang. 5,5mm breit.

Zustand: Hervorragender Zustand. Nur sehr kleine Abplatzungen am unteren Rand und einem Ende der Bohrung.

Provenienz: Von uns 2018 erworben von R. Deutsch, Israel. Exportiert im selben Jahr mit Genehmigung der israelischen Antikenbehörde (IAA). Zuvor in der Privatsammlung I. Rosen, Tel Aviv, Israel. In diese erworben in Israel vor 1980.

Referenzen: Vgl. O. Keel, Orbis Biblicus et Orientalis 13, Corpus der Stempelsiegel-Amulette aus Palästina/Israel, Katalog Band I, S. 372, Nr. 787.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.