Kanaanitischer Skarabäus mit Pseudohieroglyphen

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Kanaanitischer Skarabäus mit Pseudohieroglyphen
Das Skarabäusamulett entstand zur Zweiten Zwischenzeit Ägyptens oder etwas später in Kanaan und trägt Pseudohieroglyphen auf der Unterseite.
304 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2659D
Details

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Objekt: Kanaanitischer Skarabäus

Material: Steatit

Datierung: Während der Zweiten Zwischenzeit des Alten Ägypten, 13. Dynastie bis frühe 18. Dynastie,
ca. 1648 v. Chr. bis 1500 v. Chr.

Beschreibung:    Siegel in Form eines Skarabäus mit Längsbohrung zur Auffädelung. Die Oberseite ist schematisch dargestellt. Die Unterseite ist graviert und zeigt im Abdruck Pseudohieroglyphen: Flügelsonne, Ente unter Mauerwinkel und darunter das Neb-Zeichen für „Herr".

Hintergrund: Skarabäen (Käfersteine) haben Ihren Ursprung im Alten Ägypten und stellen den Käfer "Heiligen Pillendreher" (Scarabaeus sacer) dar. Dieser galt als Symbol der Schöpferkraft und wurde bald als göttlich verehrt und in Form von Amuletten als Glücksbringer getragen. Skarabäen wurden aus Stein, gerne Steatit, geschnitten. Ihre Unterseite ist meist mit Mustern, Hieroglyphen oder symbolischen Darstellungen versehen, sodass sie auch als Siegel verwendet werden konnten. Amulettskarabäen sind in der Regel nicht länger als 15 bis 20mm.
Die Skarabäen wurden schließlich zu einem beliebten Importprodukt für die Kanaaniter. Die Ursprünge der kanaanitischen Kultur sind auf ca. 3000 v. Chr. zu datieren, sie bestand bis ca. 1100 v. Chr. fort und umspannte das heutige Israel, Palästina, Jordanien, Syrien und den Libanon. Die Kanaaniter waren es, die um 2500 v. Chr. Jerusalem gründeten.
Ab etwa 1800 v. Chr. und verstärkt seit 1700 v. Chr. wurden Skarabäen auch von kanaanitischen Völkern der Levanteküste lokal produziert. Es gab enge Handelsbeziehungen mit Ägypten. Ägyptische Motive wurden zunächst nachgeahmt, später auch durch eigene Kreationen erweitert. Die kanaanitischen Skarabäen sind somit eng verwandt mit den Skarabäen der Hyksoszeit.

Maße: 13mm lang. 4mm breit.

Zustand: Perfekter Zustand. Vollständig erhaltene Details.

Provenienz: Von uns 2018 erworben von R. Deutsch, Israel. Exportiert im selben Jahr mit Genehmigung der israelischen Antikenbehörde (IAA). Zuvor in der Privatsammlung I. Rosen, Tel Aviv, Israel.

Referenzen: Ähnlich O. Keel, Orbis Biblicus et Orientalis 13, Corpus der Stempelsiegel-Amulette aus Palästina/Israel, Katalog Band I, S. 362f, Nr. 758.

Literatur: Zu Pseudohieroglyphen siehe Daphna Ben-Tor, Pseudo Hieroglyphs on Middle Bronze Age Canaanite Scarabs, in LingAeg – Stud. mon. 8 (2009), 83-100.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.