Korinthischer Aryballos aus der Quatrefoil Gruppe

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Korinthischer Aryballos aus der Quatrefoil Gruppe
Aus alter deutscher Sammlung. Sphärischer Körper, breite Lippe mit hohem Rand. Aus der Gruppe der quatrefoil-Aryballoi, mit Abwandlung im Dekor. Spätkorinthisch.
330 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2253
Details

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Objekt:        Aryballos, korinthisch

Material: Gelber Ton mit braunem und schwarzem Überzug

Datierung: 3. Viertel 6. Jh. v. Chr.
Das abgewandelte Dekormuster spricht für eine Späteinstufung. Das 5. Blatt ist ein ungewöhnliches Dekorelement, welches sich aus den Kennzeichen der Gruppe heraushebt.

Beschreibung:    Sphärischer Körper, der runde Boden ist minimal abgeflacht. Breite Lippe mit hohem Rand. Der Körper verziert mit großem Vierblatt-Motiv, an der Achse des Gefäßes ausgerichtet. Jedes der Blätter mit einer Linie umzogen. Zwischen den vier Blättern ein Oval, darin und dazwischen weitere Dekorelemente. Unten zur Standfläche hin ein fünftes Blatt.
Das Gefäß gehört zur Gruppe der "quatrefoil"-Aryballoi, deren Fertigung bereits in frühkorinthischer Zeit einsetzte, ihre Blüte jedoch zwischen 580 und 550 v. Chr. erlebte. Ab der Mitte des 6. Jh. wurden sie wieder seltener.

Historisches: Aryballoi sind kleine bauchige Gefäße mit stark eingezogenem Hals. Sie wurden, ebenso wie Alabastra, zur Aufbewahrung von Salbölen und anderen aromatischen Essenzen verwendet. Während Alabastra vornehmlich von Frauen genutzt wurden, wurden Aryballoi eher von Männern verwendet. Meist dienten sie Athleten als Transportgefäße von Salbölen zur Körperpflege. Sie wurden gewöhnlich an einem Riemen am Handgelenk getragen. Der Name "Aryballos" selbst bezeichnet eigentlich den Lederbeutel, in dem sie die Gefäße für gewöhnlich befanden.

Maße: Höhe 47 mm, Durchmesser 49 mm

Zustand: Guter Zustand, vollständig intakt. Trotz Abrieb der Oberfläche sind weite Teile der Bemalung noch original erhalten. Winzige Beschriftung eines Vorbesitzers "091" auf einem der Blätter.

Referenzen: Papuci-Wladyka, Corinthian and Italo-Corinthian Pottery from the Polish Collections (1989) Nr. 69; 73;
Corpus Vasorum Antiquorum, Wien, Universität und Professor Franz v. Matsch 6, Pl. 2.6
Corpus Vasorum Antiquorum, USA Fascicule 24, Pl. 5.9

Provenienz: 2017 aus dem deutschen Privatbesitz M. Voos erworben. In diesen 2017 durch Erbschaft der deutschen Privatsammlung H. Herbst. Die Objekte der Sammlung wurden in den Jahren 1976 bis 1978 in London für die Sammlung Herbst erworben, dieses vermutlich bei der Galerie Davies Antiques.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.