Megarischer Becher mit Blütendekor

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Megarischer Becher mit Blütendekor
Aus einer alten deutschen Sammlung, in diese erwroben 1974 bei der Antikenhandlung Karl Heinz Zühlsdorf, Köln. Als ursprüngliche Fundregion ist "Türkei" überliefert. Sehr gut erhaltenes Stück, das Relief auf der Außenseite ist scharf geformt.
770 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2854
Details

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Objekt: Tiefe halbkugelige Schale
Sogenannte "Megarische Schale" oder "Megarischer Becher"

Material: Roter Ton mit weitgehend erhaltenem dunkelrotem Überzug

Datierung: Spätes 2. bis 1. Jh. v. Chr.
Hellenistische Epoche

Beschreibung:    Halbkugeliger Becher. An der Außenseite zentrales Medaillon mit Blüte. Die kugelige Wand ist reich verziert mit 6 Reihen von einander dicht überlappenden Blütenblättern.

Historisches:    Die sogenannten Megarischen Becher, welche als Vorläufer der Terra Sigillata gelten, sind Feinkeramiken aus der hellenistischen Epoche. Als im 19. Jahrhundert viele solcher Gefäße in der Hafenstadt Megara entdeckt wurden, nahm die damalige Forschung an, dass diese Stadt auch die Heimat bzw. der Ursprungsort der Keramiken diesen Typs gewesen sei. Obwohl diese Annahme seitdem widerlegt und das Athen des frühen 3. Jahrhunderts vor Christus als Ursprungsort nachgewiesen werden konnte, hat sich die Bezeichnung der Stücke als Megarische Schalen oder Becher erhalten. Diese Schalen, welche die bemalte Keramik der vorhergehenden Jahrhunderte in ihrer Beliebtheit ablösten, waren im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und wohl ein beliebter Exportartikel, dessen Herstellung sich aus Athen bald auch auf andere Städte der hellenistischen Antike ausweitete.

Maße: Höhe 71 mm, Durchmesser 122 mm

Zustand: Nahezu perfekter Zustand inklusive großen Teilen der originalen Engobe. Das Relief ist noch heute gestochen scharf erkennbar.

Literatur: Tanju Anlagan, Sadberk Hanim Museum. Moldmade bowls and related wares (Istanbul 2000)

Provenienz: Erworben 2019 aus dem deutschen Privatbesitz G. E. Zuvor in der deutschen Privatsammlung Dr. H. R. In diese erworben am 04.12.1974 bei der Antikenhandlung Karl Heinz Zühlsdorf, Köln. Als ursprüngliche Fundregion ist "Türkei" überliefert.

Sammlung Dr. H. R.: Dr. H. R. war ein promovierter Altphilologe, Gymnasiallehrer und Altertumsfreund. Sobald es ihm nach seinen Studienjahren finanziell möglich war, begann er 1970 zunächst mit dem Erwerb von römischen Münzen. Nach 1971 ging Dr. R. vermehrt dazu über, kleinere, kaiserzeitliche Antiken zu erwerben, denen alsbald auch griechische Vasen meist unteritalischer Machart folgten. Die Sammlung befand sich stets in Deutschland und wurde in seinem Domizil im Rheinland präsentiert. Das letzte Objekt wurden 1989 in die Sammlung aufgenommen.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.