Megarischer Becher mit Caduceus

Mehr Ansichten

Megarischer Becher mit Caduceus
Aus der Sammlung Prof. Ritschel, Träger des Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich, Autor und Förderer der kulturellen Entwicklung der Stadt Salzburg.
785 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2680-K48
Details

Mehr

Objekt: Tiefe halbkugelige Schale
Sogenannte "Megarische Schale" oder "Megarischer Becher"

Material: Roter Ton mit teilweise erhaltenem dunkelrotem Überzug und Fundpatina

Datierung: Ca. 2. - 1. Jh. v. Chr.
Hellenistische Epoche

Beschreibung:    Halbkugeliger Becher. Die Außenseite der kugeligen Wand ist verziert mit langen Blättern, zwischen diesen sind drei Hermesstäbe (Caduceus) angeordnet, darüber Band mit Punkt- und Rautendekor.

Historisches:    Die sogenannten Megarischen Becher, welche als Vorläufer der Terra Sigillata gelten, sind Feinkeramiken aus der hellenistischen Epoche. Als im 19. Jahrhundert viele solcher Gefäße in der Hafenstadt Megara entdeckt wurden, nahm die damalige Forschung an, dass diese Stadt auch die Heimat bzw. der Ursprungsort der Keramiken diesen Typs gewesen sei. Obwohl diese Annahme seitdem widerlegt und das Athen des frühen 3. Jahrhunderts vor Christus als Ursprungsort nachgewiesen werden konnte, hat sich die Bezeichnung der Stücke als Megarische Schalen oder Becher erhalten. Diese Schalen, welche die bemalte Keramik der vorhergehenden Jahrhunderte in ihrer Beliebtheit ablösten, waren im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und wohl ein beliebter Exportartikel, dessen Herstellung sich aus Athen bald auch auf andere Städte der hellenistischen Antike ausweitete.

Maße: Höhe 63 mm, Durchmesser 123 mm

Zustand: Allgemein guter Zustand. Ca. 8mm großes Loch an der Seite, kleine Abplatzungen an der Lippe. Ansonsten vollständig und nicht restauriert.

Literatur: Tanju Anlagan, Sadberk Hanim Museum. Moldmade bowls and related wares (Istanbul 2000)

Provenienz: 2019 erworben aus der Erbmasse der Sammlung Professor Ritschel, Österreich. Exportiert mit Genehmigung des österreichischen Bundesdenkmalamts. Prof. Dr. Karl-Heinz Ritschel erwarb seine Sammlung zwischen 1960 und 1970 bei internationalen Kunsthändlern.

Sammlung
Prof. Ritschel:
Professor Ritschel spielte eine wichtige Rolle für die Kultur und die Pflege der Geschichte Salzburgs. Mit großem persönlichen Engagement förderte er die kulturelle Entwicklung der Stadt. Zum Beispiel unterstützte er die Generalsanierung der Franziskanerkirche und spielte als Präsident des Museumsvereins seit 1990 eine wesentliche Rolle für die Einrichtung des Salzburg Museums in der Neuen Residenz. Das geschichtliche Interesse des Schriftstellers und Autors tritt auch in seinen mehr als 50 Büchern und 500 Kolumnen zutage, die von der Geschichte Salzburgs erzählen. Sein Anliegen Geschichte zu vermitteln verwirklichte er somit in eindrucksvollem Maße. Für sein publizistisches Werk wurde Karl-Heinz Ritschel vielfach ausgezeichnet, unter anderem 1995, als ihm die Republik Österreich für seine Verdienste das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst verlieh.
Auch seine private Sammlung mit Schwerpunkten auf römischen Keramiken, Gläsern, Bronzen und Steinporträts ist beeindruckend. Diese bislang wohl unveröffentlichten Objekte haben wir mit unserem üblichen Anspruch aufbereitet und vermitteln sie hiermit wieder in die passionierte Pflege in einer gut geführten Sammlung.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.