Megarischer Becher mit floralem Dekor

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Megarischer Becher mit floralem Dekor
Sehr gut erhaltenes Stück, das Relief auf der Außenseite ist scharf geformt. Aus einer alten deutschen Sammlung, in dieser seit den frühen 1970er Jahren.
750 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2646
Details

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Objekt: Tiefe halbkugelige Schale
Sogenannte "Megarische Schale" oder "Megarischer Becher"

Material: Roter Ton mit teilweise erhaltenem dunklem Überzug und Ablagerungen

Datierung: Ca 2. bis 1. Jh. v. Chr.
Hellenistische Epoche

Beschreibung:    Halbkugeliger Becher. An der Außenseite zentrales Medaillon mit Rosette. An der kugeligen Wand umlaufendes Band aus Akanthusblättern, Palmetten und spitzen Blättern. Darüber umlaufender floraler Fries, möglicherweise aus Lilien, mit einer erhabenen Doppellinie in Richtung Rand abgeschlossen.

Historisches:    Die sogenannten Megarischen Becher, welche als Vorläufer der Terra Sigillata gelten, sind Feinkeramiken aus der hellenistischen Epoche. Als im 19. Jahrhundert viele solcher Gefäße in der Hafenstadt Megara entdeckt wurden, nahm die damalige Forschung an, dass diese Stadt auch die Heimat bzw. der Ursprungsort der Keramiken diesen Typs gewesen sei. Obwohl diese Annahme seitdem widerlegt und das Athen des frühen 3. Jahrhunderts vor Christus als Ursprungsort nachgewiesen werden konnte, hat sich die Bezeichnung der Stücke als Megarische Schalen oder Becher erhalten. Diese Schalen, welche die bemalte Keramik der vorhergehenden Jahrhunderte in ihrer Beliebtheit ablösten, waren im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und wohl ein beliebter Exportartikel, dessen Herstellung sich aus Athen bald auch auf andere Städte der hellenistischen Antike ausweitete.

Maße: Höhe 79 mm, Durchmesser 116 mm

Zustand: Wunderbarer Zustand. Der Gefäßkörper ist vollständig und intakt. Kleine Bestoßungen stören den Gesamteindruck nicht. Das Relief auf der Außenseite ist scharf geformt, eine weißliche Patina zeugt von dem Fundzustand. Beiliegender handgeschriebener Zettel "Reliefbecher 86 Foto" und Rest von Aufkelber auf der Innenseite, wohl von Auktionshaus, nicht mehr lesbar.

Literatur: Tanju Anlagan, Sadberk Hanim Museum. Moldmade bowls and related wares (Istanbul 2000)

Provenienz: 2018 von uns erworben aus dem deutschen Privatbesitz U. Kühn. In diesen 2018 durch Erbschaft aus der deutschen Privatsammlung Schulz. Das Ehepaar Schulz baute Ende der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre eine respektable und breit gefächerte Sammlung prähistorischer, antiker und ethnografischer Kunst auf, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Kunst Zyperns von der Bronzezeit bis zur Eisenzeit. Die Keramiken wurden um 1970 auf dem Londoner Kunstmarkt erworben, viele davon bei Sotheby's. Vom 06. März bis 07. April 1977 befanden sich einige Objekte aus der Sammlung im Kunsthistorischen Museum Bielefeld, im Rahmen der Ausstellung "Werke der griechischen Antike", diese sind im Begleitkatalog zur Ausstellung veröffentlicht.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.