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Olpe im Gnathia-Stil

750 €
Verfügbar
Objektnummer
AR2256
Objekt: Olpe (kleine Kanne) im Gnathia-Stil

Material: Heller Ton mit metallisch glänzendem schwarzem Überzug und gelber, weißer und roter Bemalung

Datierung: Um 300 v.Chr.
Später gnathischer Stil

Beschreibung:    Profilierter gefirnißter Fuß, darunter intensivrot bemalte Hohlkehle, darüber in gleicher roter Farbe bemalter Abschnitt. Am Bauch kannelierte Säulen, unten und oben abgeschlossen durch eine umlaufende Rille. Am Hals zwischen umlaufenden Ritzlinien weißer Eierstab, weiß-gelbe Wellenlinie, oben gelber und unten weißer Hackenmäander, rotes Band und Band aus Efeublättern. Flacher angesetzter Henkel, darunter eingeritztes großes "X".

Historisches:    Es handelt sich um eine Keramik der sogenannten Gnathia-Gattung. Namensgebend für diesen Stil ist die antike Stadt Gnathia (heute Egnazia) im Osten Apuliens. Er entwickelte sich im 4.Jh.v.Chr. in Apulien parallel zum rotfigurigen Stil, der zu dieser Zeit teilweise begann, polychrom zu werden. Kennzeichnend ist das Aufbringen von verschiedenen Farben direkt auf die gefirnissten Keramikkörper. Zunächst wurde eine ganze Palette von Farben, Weiß, Gelb, Orange, Rot, Braun, Grün und andere, genutzt, nach 330 v. Chr drängt die Nutzung der weißen Farbe die anderen Farben in den Hintergrund. Auch das Themenspektrum wird enger, gezeigt werden Wein- Efeu- und Lorbeerranken, Theatermasken, innerhalb der Ranken Männer- und Frauenköpfe, Tauben und Schwäne. Die meist unbemalte untere Hälfte der Gefäße wird nun häufig geriefelt. Neben Oinochoen, Skyphoi und Peliken werden auch Flaschen, Lekythen, Schüsseln und Kantharoi bemalt.

Maße: Höhe 114 mm, Durchmesser 81 mm

Zustand: Sehr guter Zustand. Henkel wieder angefügt, zwei kleine Schäden / Fehlstellen an der Lippe, ansonsten vollständig intakt mit hervorragend erhaltener Bemalung. Kaum Abrieb, wenige Bestoßungen der Oberfläche.

Referenzen: Corpus Vasorum Antiquorum. Germany Fascicule 23. Heidelberg Universitaet II (München 1963) Taf. 86.4 und 86.5
Corpus Vasorum Antiquorum. Germany Fascicule 8. Karlsruhe, Badisches Landesmuseum II (München 1952) Taf. 83.11

Provenienz: 2017 aus dem deutschen Privatbesitz M. Voos erworben. In diesen 2017 durch Erbschaft der deutschen Privatsammlung H. Herbst. Das Objekt wurde 1978 bei Davies Antiques in London für die Sammlung Herbst erworben (Rechnung ist in Kopie vorhanden).

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.