Perfekt erhaltene Italische Chytra

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Perfekt erhaltene Italische Chytra
Sehr gut erhalten mit originaler Bemalung. Aus einer alten deutschen Sammlung, in diese erworben 1970 in der britischen Antiquitätenhandlung Louis Meier (wohl London).
590 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2651
Details

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Objekt: Chytra

Historisches: In der Antike bezeichnete der Begriff Chytra ein wannenähnliches Kochgeschirr, wie wir aus der schriftlichen Überlieferung des Athenaios wissen. Leider ist heute nicht mehr genau bekannt, wie eine Chytra genau aussah. Der Begriff hat sich jedoch erhalten und bezeichnet in der modernen Forschung kleine Vasen mit einem runden Körper und ein oder zwei Henkeln, welche die Schulter und Lippe der Gefäßes miteinander verbinden.

Material: Roter Ton mit weitgehend erhaltenem rot-braunem Überzug.

Datierung: Ca 4. Jh. v. Chr.
Wahrscheinlich Magna Graecia, griechische Kolonien in Süditalien, vermutlich apulisch.

Beschreibung:    Kugeliger Topf mit abgesetztem Standring. Eine scharfe Einschnürung bildet den Hals, der sich in eine trichterförmige Mündung öffnet. Daran und an der Schulter angesetzt ein geschwungener Bandhenkel.
Körper mit mehreren rot-braunen umlaufenden Bändern unterschiedlicher Stärke, Henkel außen und Mündung innen ebenfalls rot-braun überzogen.

Maße: Höhe 138 mm, Durchmesser 149 mm

Zustand: Sehr guter Zustand. Gefäß vollständig und intakt, nicht restauriert. Auch die originale Bemalung ist weitgehend erhalten. Minimale Bestoßungen und Abrieb an der Oberfläche stören den großartigen Gesamteindruck nicht. Beiliegender handgeschriebener Zettel "Foto Griechisch, Phönizisch, Zyprisch 1970 gek. LOUIS MEIER GBP20.-". Und beiliegender handbeschrifteter Anhänger "273 PT 28 2 69".

Referenzen: Vgl. Corpus Vasorum Antiquorum, Capua, Museo Campano 4, III.H, Taf. 1.6 (dort gröbere Ausführung, ohne Fuß)
Vgl. Corpus Vasorum Antiquorum, Ostschweiz Ticino 1, Pl. 15.9 (unverziert, weichere Formen, ohne Fuß)

Provenienz: 2018 von uns erworben aus dem deutschen Privatbesitz U. Kühn. In diesen 2018 durch Erbschaft aus der deutschen Privatsammlung Schulz. Erworben 1970 in der britischen Antiquitätenhandlung Louis Meier (wohl London).
Das Ehepaar Schulz baute Ende der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre eine respektable und breit gefächerte Sammlung prähistorischer, antiker und ethnografischer Kunst auf, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Kunst Zyperns von der Bronzezeit bis zur Eisenzeit. Die Keramiken wurden um 1970 auf dem Londoner Kunstmarkt erworben, viele davon bei Sotheby's. Vom 06. März bis 07. April 1977 befanden sich einige Objekte aus der Sammlung im Kunsthistorischen Museum Bielefeld, im Rahmen der Ausstellung "Werke der griechischen Antike", diese sind im Begleitkatalog zur Ausstellung veröffentlicht.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.