Perfekt erhaltener Skyphos im Gnathiastil

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Perfekt erhaltener Skyphos im Gnathiastil
Museal erhaltenes Gefäß aus feiner Keramik. Erworben 1976 bei der Antikenhandlung Herrmann Zirkel in Köln. Als ursprüngliche Fundregion ist Unteritalien, Nähe Neapel überliefert.
auf Anfrage

Verfügbarkeit: Verkauft

Objektnummer: AR2852
Details

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Objekt: Skyphos
Trinkschale mit zwei horizontalen Henkeln

Material: Heller Ton mit schwarzem Überzug und weiß-gelber Bemalung.
Sogenannte Gnathiakeramik
Sehr feine, dünnwandige Ausführung.

Datierung: 2. Hälfte 4. Jh. v. Chr.
Frühe hellenistische Epoche

Beschreibung:    Kugelige Schale mit hohem, leicht umgestülptem Rand und zwei angesetzten Henkeln, diese sind nahe der Lippe angebracht und sind an den Enden nach oben umgebogen. Mit einem zweistufigen Ringfuß.
Zwischen den Henkeln je eine Weinranke mit Blättern und Früchten.

Historisches:    Es handelt sich um eine Keramik der sogenannten Gnathia-Gattung. Namensgebend für diesen Stil ist die antike Stadt Gnathia (heute Egnazia) im Osten Apuliens. Er entwickelte sich im 4.Jh.v.Chr. in Apulien parallel zum rotfigurigen Stil, der zu dieser Zeit teilweise begann, polychrom zu werden. Kennzeichnend ist das Aufbringen von verschiedenen Farben direkt auf die gefirnissten Keramikkörper. Zunächst wurde eine ganze Palette von Farben, Weiß, Gelb, Orange, Rot, Braun, Grün und andere, genutzt, nach 330 v. Chr drängt die Nutzung der weißen Farbe die anderen Farben in den Hintergrund. Auch das Themenspektrum wird enger, gezeigt werden Wein- Efeu- und Lorbeerranken, Theatermasken, innerhalb der Ranken Männer- und Frauenköpfe, Tauben und Schwäne. Die meist unbemalte untere Hälfte der Gefäße wird nun häufig geriefelt. Neben Oinochoen, Skyphoi und Peliken werden auch Flaschen, Lekythen, Schüsseln und Kantharoi bemalt. Die Epichysis, eine Abwandlung der Oinochoe, stellte dabei eine bei den Gnathiamalern besonders beliebte Form dar.

Maße: Höhe 86 mm mit und 70 mm ohne Henkel. Durchmesser 189 mm mit und 116 mm ohne Henkel

Zustand: Nahezu perfekter Zustand inklusive der originalen Bemalung. Lediglich kleine Scherbe am Rand restauriert und unauffällige Retouche an den Henkeln. Museumswürdig.

Referenzen: Corpus Vasorum Antiquorum. Aberdeen University, Marischal Collection 1, Pl. 50.3-4
Corpus Vasorum Antiquorum, Naples, Museo Nazionale 3, IV.E.12, Pl. 63.5

Provenienz: Erworben 2019 aus dem deutschen Privatbesitz G. E. Zuvor in der deutschen Privatsammlung Dr. H. R. In diese erworben am 13.01.1976 bei der Antikenhandlung Herrmann Zirkel, Köln, für 1200 DM. Als ursprüngliche Fundregion ist "Unteritalien, Nähe Neapel" überliefert.

Sammlung Dr. H. R.: Dr. H. R. war ein promovierter Altphilologe, Gymnasiallehrer und Altertumsfreund. Sobald es ihm nach seinen Studienjahren finanziell möglich war, begann er 1970 zunächst mit dem Erwerb von römischen Münzen. Nach 1971 ging Dr. R. vermehrt dazu über, kleinere, kaiserzeitliche Antiken zu erwerben, denen alsbald auch griechische Vasen meist unteritalischer Machart folgten. Die Sammlung befand sich stets in Deutschland und wurde in seinem Domizil im Rheinland präsentiert. Das letzte Objekt wurden 1989 in die Sammlung aufgenommen.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.