Prunkfibel aus der Spätbronzezeit

Mehr Ansichten

Prunkfibel aus der Spätbronzezeit
Beeindruckend große sogenannte Posamenteriefibel. Das wundervolle Stück aus der Urnenfelderzeit ist mit Spiralscheiben und stilisierten Wasservögeln verziert. 1200 bis 800 v. Chr.
31.800 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2642
Details

Mehr

Objekt: Prunkfibel aus der Spätbronzezeit

Material: Bronze, gegossen und geschmiedet.

Datierung: 1200 v. Chr. bis 800 v. Chr.,
Urnenfelderzeit, Hallstatt A-B,
Späte Bronzezeit.

Beschreibung:    Die übergroße Prunkfibel ist aus Bronzedraht geformt und trägt zusätzlichen Zierrat. Es handelt sich um eine sogenannte Posamenteriefibel.
Der Bügel besteht aus drei Drähten, die sich auf einer Seite zu einer großen und zwei mittelgroßen Spiralscheiben winden, auf der anderen Seite zu zwei mittelgroßen Spiralscheiben und der Spiralfeder für die rückseitige Nadel. Die Nadel sitzt in einer Halterung aus einer umgebogenen Drahtschlaufe.
Kennzeichnend für diesen Fibeltyp sind die mit Manschetten befestigten Zierelemente. Acht brillenförmige Manschetten sind entlang des Drahtbügels verteilt. Oben krönt sie jeweils ein stark stilisierter Wasservogel. Unten ist jeweils eine Kette aus drei Ringen befestigt, die drei dolchförmige Klapperbleche hält.

Anmerkungen: Derart spektakuläre Broschen bzw. Prunkfibeln waren zu groß, um im Alltag getragen zu werden und dienten als Grabbeigabe für die spätbronzezeitliche Oberschicht. Der Posamenteriefibeltyp war im heutigen Tschechien, der Slowakei und Ungarn verbreitet. Ganz typisch für das Symbolgut der späten Bronzezeit Europas sind die dolchförmigen Klapperbleche und die stilisierten Vögel.

Maße: 40cm lang und 14cm breit ohne Anhänger, ca. 19cm breit mit Anhängern. Etwa 850g schwer.

Zustand: Insgesamt überwältigende Erhaltung. Wundervoll patiniertes Stück, die Oberfläche professionell gereinigt. Manche Teile durch Kleben professionell restauriert. Der Wasservogel an der 5. Manschette von links modern ergänzt.

Provenienz: 2018 von uns im englischen Kunsthandel erworben. Zuvor in einer Londoner Privatsammlung. In diese erworben von Gorny & Mosch, Auktion 198 vom 29. Juni 2011, Losnr. 54 für 31.250 EUR. Zuvor im Besitz des Londoner Antiquitätenhändlers Ian T. Roper. Von diesem erworben in den 1970er Jahren, vermutlich im Jahr 1976, bei George Zacos.
George Zacos war ein berühmter Händler für antike Kunst, der seit den 1960er Jahren sein Geschäft in Basel führte. Besonders bekannt ist er als Kenner und Sammler byzantinischer Siegel, führte jedoch auch andere archäologische Objekte aus Südosteuropa in seinem Portfolio.

Eine Materialanalyse aus dem Jahr 2018 liegt vor. Darin bestätigt der Metallurge Dr. Peter Northover (ehemals School of Archaeology, University of Oxford), dass die Analyseergebnisse zu der Datierung in die Bronzezeit passen.

Referenzen: Vgl. R. Heynowski, Fibeln, Bestimmungsbuch Archäologie 1, S. 52f, Nr. 3.2.2.
Vgl. J. Paulik, Kunst der Vorzeit, Abbildung 99.
Vgl. T. Bader, Die Fibeln in Rumänien, PBF XIV 6 (1983), Tafel 6f.
Ähnlich Landesmuseum für Vorgeschichte Halle, Prunkfibel von Krumpa-Lützkendorf, Inv.nr. HK 12135.

Dieses Objekt wurde mit der Datenbank von ArtLoss abgeglichen, die gegenwärtig über 500,000 als gestohlen oder verloren gemeldete Objekte umfasst und auch aktiv die entsprechenden Datenbanken von Interpol und vom FBI einbezieht.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.