Steigbügelgefäß der Moche-Kultur

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Steigbügelgefäß der Moche-Kultur
Der Gefäßskörper ist fantasievoll als Vogelmensch gestaltet. Wunderbares Zeugnis der letzten Blüte der Moche-Kultur vor dem Verfall.
1.690 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2667A
Details

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Objekt: Steigbügelgefäß der Moche-Kultur

Material: Rötlicher Ton mit rotbrauner und beigefarbener Bemalung.

Datierung: Ca. 500 n. Chr. bis 700 n. Chr.
Späte Moche-Kultur Südamerikas.

Beschreibung:    Gefäß in Form eines Vogelmenschen. Es handelt sich um ein sogenanntes Steigbügelgefäß.
Der Gefäßkörper hat vorne die Gestalt eines hockenden älteren Mannes, der sich nach vorne beugt. Er legt die rechte Hand auf sein Bein, die linke Hand auf ein Netz in seinem Schoß. Die Rückseite des Gefäßkörpers ist als Vogel gestaltet. Dort setzt ein halbkreisförmiger hohler Henkel an, von welchem ein zylinderförmiger schlanker Hals nach hinten-oben zeigt. Das Gefäß hat eine wunderbare, kontrastreiche Bemalung.

Anmerkungen: Die Moche-Kultur entwickelte sich ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. im heutigen Peru. Der hochorganisierte Staat brachte zahlreiche Städte und ein Bewässerungssystem für die Landwirtschaft hervor. Unter den archäologischen Zeugnissen der Moche-Kultur sind besonders die lebensnah gestalteten Steigbügelgefäße berühmt. Dieses Vogelmensch-Gefäß ist für die Gattung ein hervorragendes Beispiel. Ab dem 7. Jahrhundert verfiel das Reich, vermutlich aufgrund drastischer Klimaveränderungen. Das vorliegende Gefäß stammt aus der letzten Blütezeit vor dem Verfall.

Maße: 18cm Höhe, 14cm Breite, 15,5cm Tiefe.

Zustand: Henkel restauriert, in drei Teilen an der Körper angefügt. Ansonsten ist das Gefäß in überwältigender Erhaltung. Aufgrund des nur minimalen Abriebs der Oberfläche wirkt die Bemalung noch so lebendig wie einst. Absolut museumswürdiges Exemplar.

Provenienz: 2018 im deutschen Kunsthandel erworben. Zuvor in der deutschen Privatsammlung Helene Ferro. Frau Ferro unternahm abenteuerliche Reisen in Südamerika und verbrachte eine längere Zeit dort. Sie erkundete die Kunst und Kultur des Kontinents und erwab zwischen 1945 und 1967 zahlreiche Artefakte der präkolumbischen südamerikanischen Hochkulturen. Vor 1968 wurden alle Objekte nach Deutschland verbracht.
Für das Gefäß liegt ein Thermolumineszenz-Gutachten des Labors Kotalla vor, das unsere Datierung bestätigt.

Literatur: M. Suhrbier, G. Kroeber-Wolf, Augenblicke - Keramik der Moche und Shipibo, Peru (Museum der Weltkulturen, 2005).

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.