Zwei Münzformen zur Herstellung von Falschgeld, evtl. aus Trier

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Zwei Münzformen zur Herstellung von Falschgeld, evtl. aus Trier
Das besondere an diesem Angebot ist, dass es zwei zueinander passende, unbeschädigte und exzellent erhaltene Matrizen umfasst. Aus der Zeit von Constantius II (337-361 n. Chr.) oder unbedeutend später.
650 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2541AD
Details

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Objekt: Zwei zueinander passende Münzformen zur Herstellung von Falschgeld
Die Fotos zeigen jeweils Vorder- und Rückseiten der Münzformen

Material: Ton

Maße: Außendurchmesser je 29mm, für Münzdurchmesser zw. 21mm und 24mm. Stärke 6mm und 5mm.

Datierung: ca. 340 - 365 n. Chr., aus der Zeit von Constantius II (337-361 n. Chr.) oder unbedeutend später

Beschreibung: Zwei zueinander gehörige Gussformen aus Ton. Eine der Formen hat auf jeder Seite einen Aversabdruck, die andere jeweils einen Reversabdruck. Die Formen wurden zur Fälschung von Centionalis-Münzen von Constantius II, dem Sohn Konstantins des Großen, verwendet. Auf der Originalmünze blickte der Kaiser jeweils nach rechts, die Legende lautet je DN CONSTANTIVS PF AVG. Der Revers zeigt einmal den Reitersturz, auf der anderen Seite steht der Kaiser am Bug einer nach links eilenden Galeere, hält in der ausgestreckten Hand einen Globus und stützt sich mit der anderen auf eine Standarte mit Chi-Rho Banner. Victoria sitzt am Heck und steuert das Schiff. Legende: FEL TEMP REPARATIO. Das Münzstättenzeichen TRS zeigt, dass für den Abdruck eine Münze aus der Münzstätte Trier verwendet wurde. Ob die Fälscherwerkstatt jedoch tatsächlich im Raum Trier lag oder ob einfach nur eine weit gereiste Münze für die Herstellung der Matrize verwendet wurde, kann nicht mit Sicherheit geschlossen werden.

Bei der Herstellung formte der Fälscher eine Rolle aus Ton (hier ca. 29mm dick) und schnitt sie in Scheiben. Danach wurden nach und nach eine Münze in den weichen Ton gedrückt, darauf wieder die nächste Tonscheibe, dann wieder eine Münze und so weiter. So entstand ein Rolle aus zueinander passenden Tonscheiben, welche mit Ausnahme der ersten und letzten Scheibe auf beiden Seiten einen Abdruck hatten. In diese Rolle wurde noch ein Kanal reingeschnitten, durch den später das flüssige Metall in die Formen gegossen wurde, danach konnten die Tonformen gebrannt und verwendet werden. Durch das Hineindrücken der Münzen von Hand ist der Abdruck auf einer Seite der Tonscheibe jeweils etwas tiefer als auf der anderen, weil die Münze fast vollständig im weichen Ton versenkt wurde.

Details: Das besondere an diesem Angebot ist, dass es zwei zueinander passende Matrizen umfasst. Funde solcher Tonmatrizen zeigen, dass üblicherweise bis zu 90% der Stücke zerbrochen sind. Zwei zueinander passende, unbeschädigte Formen stellen damit eine kleine Besonderheit dar. Das von uns angekaufte Lot umfasste insgesamt 4 Formen. Die anderen beiden, weder zueinander noch zu den beiden hier angebotenen Stücken passenden Formen, finden Sie hier unter AR2541B und AR2541C .

Zustand: Exzellente Erhaltung, bis auf minimale Abplatzungen an den Kanten vollständig erhalten mit gut erkennbarem Motiv der Form.

Provenienz: 2015 erworben in einem US-Amerikanischen Auktionshaus. Dort eingeliefert von einem Kalifornischen Numismatiker, der die Formen wiederum von der Classical Numismatic Group erworben hatte. An diese verkauft aus der Princeton Economics collection, für diese erworben durch Martin Armstrong.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.