Elamische Keramik mit geometrischem Fries

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Elamische Keramik mit geometrischem Fries
Perfekt erhaltenes Tongefäß mit gemaltem Fries aus geometrischen Mustern. Wunderbares Zeugnis der mittelelamischen Hochkultur im Iran der Bronzezeit.
auf Anfrage

Verfügbarkeit: Verkauft

Objektnummer: AR2565
Details

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Objekt: Elamische Keramik mit geometrischem Fries

Material: Heller beigefarbener Ton mit brauner Bemalung.

Datierung: Mittelelamische Periode,
ca. 1600 v. Chr. bis 1300 v. Chr.

Beschreibung:    Tongefäß mit Fries aus linearer Bemalung. Die unteren 2/3 des Gefäßkörpers haben die Form einer Halbkugel, die zu einer Standfläche abgeflacht ist. Das obere Drittel wird durch einen Knick nach innen abgegrenzt, ab dem der konische Hals verläuft und mit einer gerade auslaufenden Lippe schließt. Der Hals trägt ein in braun gemaltes Fries. Es besteht aus umlaufenden Linien, einer umlaufenden Zick-Zack-Linie und einem Band aus Fünfergruppen vertikaler Striche.
Es handelt sich um eine feine Keramik mit lebendig erhaltener Bemalung. Ein interessantes Detail sind Bearbeitungsspuren innen am Hals, die beim Drehen auf der Töpferscheibe erzeugt wurden.

Anmerkungen: Die elamische Kultur erstreckte sich im Südwesten des heutigen Iran. Dabei ist der politische Zusammenhang der kulturellen Zentren der Region nicht eindeutig geklärt. Man ordnet dem Reich Elam Funde vom 4. Jt. bis 1. Jt. v. Chr. zu, die eine mehr oder weniger deutliche Kontinuität aufweisen. Auch Schriftquellen sind vorhanden, so zum Beispiel Verweise auf den Elam aus dem Alten Testament und zahlreiche Keilschrifttafeln. Jedoch lässt sich Stilkunde und Schriftkunde schwer vereinen, sodass die elamische Kultur bis heute viele Geheimnisse bewahrt hat.

Maße: 19cm Höhe. 16cm Durchmesser.

Zustand: Kleine Fehlstellen an der Lippe des Gefäßes, ansonsten in perfekter Erhaltung. Die originale, geometrische Bemalung ist hervorragend erhalten. Eine Hälfte des Gefäßes zeigt Spuren angewachsener Pflanzen. Der hervorragende Zustand und die intakte Bemalung machen das Gefäß ein begehrtes Exemplar für jede vorderasiatische Sammlung.

Provenienz: 2015 aus der deutschen Privatsammlung G. King erworben. In diese erworben 1969 in der Antiquitätenhandlung Manfred Ritter in Ludwigshafen am Bodensee. Herr Ritter hat die Objekte zuvor im Nahen Osten erworben. Gemäß Überlieferung von Herrn Ritter, wurde ein anderes Gefäß aus der Sammlung bei Ausgrabungen in Schicht B in Schuschan (Susa) gefunden, im heutigen Iran. Die Fundregion könnte auch für dieses Gefäß vermutet werden.

Referenzen: Vgl. Encyclopaedia Iranica, Ceramics viii, Abb. 30.

Literatur: D. T. Potts, The Archaeology of Elam, formation and transformation of an ancient Iranian state, Cambridge (1999).
Encyclopaedia Iranica, Elam ii, The archeology of Elam.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.