Skarabäus mit Gott Heh und Kartusche

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Skarabäus mit Gott Heh und Kartusche
Spannendes Motiv der Gottheit der Unendlichkeit, kniend mit Palmrippen in den Händen. Darüber die Kartusche des Pharaos Mencheperre. Etwa 18. Dynastie des Alten Ägyptens.
380 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2522-08
Details

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Objekt: Ägyptischer Skarabäus mit Gott Heh und Kartusche

Material: Steatit.

Datierung: Neues Reich des Alten Ägyptens,
etwa 18. Dynastie,
16. Jh. v. Chr. bis 13. Jh. v. Chr.

Beschreibung:    Die Oberseite des Skarabäus ist plastisch als stilisierter Käfer herausgearbeitet. Eine Längsbohrung durch den Körper ermöglichte das Auffälden des Skarabäus als Amulett.
Auf der Unterseite ist der Gott Heh abgebildet, auf dem Heb-Zeichen kniend, mit zwei Palmrippen in den ausgestreckten Armen. Die Darstellung des Gottes muss in diesem Kontext als "Millionen Jahre" gedeutet werden. Darüber ist die Kartusche des Pharaos Mencheperre (Thutmosis III.). In sehr freier Interpretation entspricht der Skarabäus also der europäischen Wunschfloskel "lang lebe der König".

Hintergrund: Heh war in der altägyptischen Mythologie der Gott der Endlosigkeit von Raum und Zeit. Aus diesem Grund wird er auch mit dem Himmel assoziiert. Die Palmrippen, die er auf diesem Skarabäus in den Händen hält, sind ein typisches Attribut von ihm und symbolisieren selbst Unendlichkeit. In der ägyptischen Schrift steht seine Abbildung sinngemäß für "eine Million". Diese Querverbindung zwischen Mathematik und Erfahrungswelt ist ein interessanter kultureller Beleg der hochentwickelten mathematischen Fähigkeiten im Alten Ägypten.

Maße: 17mm lang, 12mm breit.

Zustand: Sehr guter Zustand. Minimaler Abrieb der Oberfläche und Schadstelle am unteren Rand.

Provenienz: Aus "The Oxford Fine Sale", Bonhams 2015. Eingeliefert aus der Sammlung Birdsell. In diese erworben aus der Generationensammlung Robert Knickerbocker. Zuvor in der US-amerikanischen Privatsammlung Ernest C. Freemark (1882-1966). Die umfassende Freemark-Sammlung wurde in den Jahren ca. 1910 bis 1921 aufgebaut. Teile der Sammlung wurden begutachtet von James Henry Breasted, Ägyptologe an der Universität Chicago; ein Schreiben aus dem Jahr 1916 liegt in Kopie vor.

Referenzen: Vgl. Hornung / Staehelin Nr. B9.

Literatur: Richard H. Wilkinson, Egyptian Scarabs, Shire Egyptology (2008).

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.