Absatzbeil mit Dreiecksverzierung

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Absatzbeil mit Dreiecksverzierung
Hervorragend erhaltenes Stück aus einem Depotfund der Bronzezeit in Manston, Großbritannien. 1400 bis 1150 v. Chr. Es handelt sich um eine sehr seltene Variante.
780 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2670I
Details

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Objekt: Absatzbeil mit Verzierung

Material: Bronze.

Datierung: Ältere Bronzezeit Nordeuropas,
1400 v. Chr. bis 1150 v. Chr.

Beschreibung:    Beilkopf aus massiver Bronze vom Typ der Absatzbeile. Schaft und Schneide sind durch einen hohen Absatz getrennt, der in seitlichen Leisten bis zum Ende weiterläuft. Er diente zur leichteren Schäftung des Beilkopfes. Die Schneide schwingt stark aus, der hintere Schaftteil ist deutlich dicker als der vordere Schneidenteil. Charakteristisch ist die eingetiefte dreieckige Verzierung unterhalb des Absatzes.
Beilköpfe mit dieser Verzierung sind äußerst selten und es gibt nur wenige bekannte Parallelen.

Hintergrund: Besonders interessant ist, das der vorliegende Beilkopf als Teil einer Fundgruppe von zehn sehr ähnlichen Typen gefunden wurde. Keines der Beile hatte starke Nutzungsspuren. Das deutet darauf hin, dass die massiven Metallobjekte als Wertgegenstände betrachtet wurden und gezielt vergraben wurden. Es handelte sich um ein bronzezeitliches Wertdepot.

Maße: 18cm lang.

Zustand: Sehr guter Zustand. Leichte Korrosionsspuren und kräftige grüne Patina. Nach dem Fund wurde das Stück leicht gereinigt und durch einen Schutzlack professionell konserviert.

Provenienz: 2019 von uns im britischen Kunsthandel erworben und 2019 mit Exportgenehmigung des Arts Council England nach Deutschland exportiert. Die Gruppe aus der auch dieses Exemplar stammt wurde im April 2017 in der Nähe vom Ort Manston in Großbritannien von P. Hogan gefunden. Der Fund wurde als Kulturgut gemeldet (Nr. 2017 T459) und vom British Museum untersucht, sowie im Portable Antiquities Scheme erfasst (Identifikationr. KENT-593613), und schließlich im Jahr 2018 für den Privatbesitz und Handel freigegeben. So gelangte es kurz darauf vom Finder in den Kunsthandel.

Referenzen: Vgl. U. Weller, Bestimmungsbuch Archäologie 2, Äxte und Beile, S. 80, Nr. 4.3.8.1.

Literatur: Die vormünzlichen Zahlungsmittel in Europa werden sehr gut und kompakt behandelt in "Mit Salz, Beil und Rind auf Shopping-Tour, Frühe Zahlungsmittel in Europa", Geldmuseum der Österreichischen Nationalbank (2009).

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.