Alabastron aus farbigem Sandkernglas

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Alabastron aus farbigem Sandkernglas
Farbenfrohes Exemplar aus der Frühzeit der Glasproduktion in der klassischen griechenen Antike. Gefäße dieser Art wurden in Werkstätten auf Rhodos im 5. und 4. Jh. v. Chr. hergestellt.
3.140 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2932B
Details

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Objekt: Alabastron aus Sandkernglas

Material: Glas mit Rot-, Weiß- und Blautönen.

Datierung: 5. bis 4. Jh. v. Chr.

Beschreibung:    In Sandkerntechnik geformtes Glas mit bunten Zierbändern. Es stammt aus einer Werkstatt im östlichen Mittelmeerraum, vermutlich Rhodos.
Das röhrenförmige Gefäß schließt unten mit einem runden Boden. Der kurze Hals ist eingeschnürt und geht in eine horizontal nach außen weisende Lippe über. Direkt unterhalb der Schulter sind zwei gegenüberliegende Glasgriffe angeschmolzen. Sie sind außen halbkreisförmig mit einer vollkreisförmigen Öffnung.
Wir freuen uns sehr Ihnen ein Exemplar aus der Frühzeit der Glasproduktion in der klassischen Antike anbieten zu können. Die Rot-, Weiß- und Blautöne sind noch immer lebendig und zeugen von der Farbenpracht der antiken Welt.

Anmerkungen: Im 7. Jahrhundert v. Chr. entstand auf der heute griechischen Insel Rhodos eine Glasindustrie, die auf Einwanderer aus Phoenizien und Mesopotamien zurückgeführt werden kann. Die Fertigungstechnik wurde unverändert übernommen, der Glasmacher formte das zähflüssige Glas um einen festen Sandkern herum. Doch es entwickelte sich im 6. Jh. v. Chr. eine eigene Formensprache. Klassische griechische Gefäßformen wurden nachgeahmt, besonders Alabastra, Amphoriskoi und einige andere Fläschchen- und Kännchenformen. Die Glasgefäße wurden für Kosmetik und Parfüm eingesetzt und in die gesamte griechische Welt inklusive Etrurien exportiert. Ab dem 4. Jh. v. Chr. entstanden auch andernorts Werkstätten, welche die Farben und Formen weiterentwickelten und insgesamt eine Diversifizierung der Glastypen der klassischen Antike herbeiführten.


Maße: 14,3cm hoch. 3,3cm Durchmesser am oberen Rand.

Zustand: Für ein Glas dieser Größe sehr guter Zustand. Kleinere Abplatzungen am Körper und insbesondere an der Lippe. Auf etwa 1/3 der Höhe gebrochen und wieder zusammengefügt. Insgesamt beeindruckend. Alter Aufkleber "[...]15" an der Unterseite und "X.1667" an der Seite. Beiliegender Anhänger mit Aufschrift "50".

Provenienz: Von uns 2016 in einem US-amerikanischen Auktionshaus erworben. Zuvor in einer US-amerikanischen Privatsammlung. In diese erworben 1978 in der Auktion III von Joel L. Malter, einem US-amerikanischen Kunsthändler, Losnummer 217. Eine alte Beschreibungskarte aus den späten 1970er oder 1980er Jahren liegt in Kopie vor.
Ein ArtLoss-Zertifikat liegt vor. Dieses Objekt wurde mit der Datenbank von ArtLoss abgeglichen, die gegenwärtig über 500,000 als gestohlen oder verloren gemeldete Objekte umfasst und auch aktiv die entsprechenden Datenbanken von Interpol und vom FBI einbezieht. Selbstverständlich erhalten Sie beim Kauf das ArtLoss Zertifikat zusammen mit dem Objekt.

Referenzen: Vgl. E. Marianne Stern, B. Schlick-Nolte, Early Glass of the Ancient World, S. 208f, Nr. 45 und S. 216f, Nr. 49.
Ähnlich Y. Israeli, Ancient Glass in the Israel Museum, S. 54, Nr. 33.
Ähnlich A. von Saldern, Ancient Glass in the Museum of Fine Arts Boston, Nr. 3, Inv.nr. 84.14.

Literatur: Eine gute Einführung zu dieser Gefäßart, auf die sich auch unsere geschichtlichen Anmerkungen in dieser Objektbeschreibung beziehen, findet sich in:
Y. Israeli, Ancient Glass in the Israel Museum, S. 51f.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.