Anatolisches Idol aus Bronze

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Anatolisches Idol aus Bronze
Bei der Bronzefigur handelt es sich um ein Nagelidol, das dem hethitischen Kulturkreis zugeordnet werden kann. Spätes 2. Jt. v. Chr.
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Verfügbarkeit: Verkauft

Objektnummer: AR2839
Details

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Objekt: Anatolisches Idol

Material: Bronze.

Datierung: Ende des 2. Jt. v. Chr.
Späte Bronzezeit.

Beschreibung:    Stark stilisierte Bronzefigur. Die Beine zu einem Glied zusammengefasst und nach unten spitz zulaufend. Beide Arme sind gebeugt, der eine nach vorne gerichtet, der andere nach oben gereckt. Der Kopf erinnert an einen Vogel, mit prominenter Nase, seitlichen Augen und kammartigem Kopfschmuck.
Es handelt sich bei dieser Figur um ein Idol, dass dem hethitischen Kulturkreis zuzuordnen ist, der im 2. Jt. v. Chr. parallel mit anderen Kulturen in Anatolien existierte. Aufgrund der spitz zulaufenden Beine wird die Figur auch als Nagelidol bezeichnet.

Hintergrund: Die Existenz der Hethiterkultur wurde erst im 19. Jahrhundert unserer Zeitrechnung wiederentdeckt. Die Hethiter besiedelten Gebiete in Kleinasien und bauten ein Großreich auf, das im 2. Jahrtausend v. Chr. auch in Syrien und Kanaan großen militärischen und damit auch politischen Einfluss hatte. Nach dem Untergang des Großreiches vermutlich im 12. Jh. v. Chr. existierten noch viele Jahrhunderte lang kleine und größere hethitische König- und Fürstentümer, welche nach und nach aramäisiert wurden und schließlich unter assyrische Herrschaft fielen.

Maße: 62mm hoch ohne Sockel. 64mm hoch mit Sockel.

Zustand: Perfekte Erhaltung mit schöner dunkler Patina. Die spitze Unterseite kann in den passenden modernen Metallsockel gesteckt werden.

Provenienz: Erworben 2019 in einem traditionellen Münchener Auktionshaus. Dort eingeliefert aus deutschem Privatbesitz, in diesen aus den Restbeständen der ehemaligen Münzhandlung Karl Kress, München. Exemplar der Karl Kress Auktion 130 vom 30. Juni 1964, Nr. 90.

Referenzen: Vgl. G. Zahlhaas, Prähistorische Staatssammlung, Idole und Votive (1993), S. 32, Abb. 16.
Vgl. G. Zahlhaas, Idole - Frühe Götterbilder und Opfergaben, S. 49, Nr. 12.
Ähnlich V. Müller, Frühe Plastik in Griechenland und Vorderasien (1924), Tafel XLIII, Nr. 411.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.