Apulische Oinochoe im Gnathiastil

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Apulische Oinochoe im Gnathiastil
Sehr schöne Kanne, verziert mit Weinranke. Guter Zustand, weitgehend erhaltene Bemalung.
auf Anfrage

Verfügbarkeit: Verkauft

Objektnummer: AR2835
Details

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Objekt: Oinochoe, apulisch
Bauchige Kanne mit kleeblattförmig eingefalteter Mündung und Bandhenkel

Material: Heller Ton mit schwarzem Überzug und Bemalung in weiß und gelb.
Sogenannte Gnathiakeramik

Datierung: Zweite Hälfte 4. - erste Hälfte 3. Jh. v. Chr.
Frühe hellenistische Epoche

Beschreibung:    Birnenförmige Kanne mit abgesetztem Standring. Kurzer Hals, der sich zu einem kleeblattförmigen Ausguss öffnet, daran angesetzter Bandhenkel mit flach-konvexem Querschnitt.
Verziert mit Weinranke, darüber weiße Linie.

Historisches:    Es handelt sich um eine Keramik der sogenannten Gnathia-Gattung. Namensgebend für diesen Stil ist die antike Stadt Gnathia (heute Egnazia) im Osten Apuliens. Er entwickelte sich im 4.Jh.v.Chr. in Apulien parallel zum rotfigurigen Stil, der zu dieser Zeit teilweise begann, polychrom zu werden. Kennzeichnend ist das Aufbringen von verschiedenen Farben direkt auf die gefirnissten Keramikkörper. Zunächst wurde eine ganze Palette von Farben, Weiß, Gelb, Orange, Rot, Braun, Grün und andere, genutzt, nach 330 v. Chr drängt die Nutzung der weißen Farbe die anderen Farben in den Hintergrund. Auch das Themenspektrum wird enger, gezeigt werden Wein- Efeu- und Lorbeerranken, Theatermasken, innerhalb der Ranken Männer- und Frauenköpfe, Tauben und Schwäne. Die meist unbemalte untere Hälfte der Gefäße wird nun häufig geriefelt. Neben Oinochoen, Skyphoi und Peliken werden auch Flaschen, Lekythen, Schüsseln und Kantharoi bemalt. Die Epichysis, eine Abwandlung der Oinochoe, stellte dabei eine bei den Gnathiamalern besonders beliebte Form dar.

Maße: Höhe 119 mm, Durchmesser 59 mm

Zustand: Guter Zustand. Teil der Kleeblattmündung abgebrochen und fehlend. Ansonsten nur minimale Bestoßungen und leichter Abrieb der Oberfläche. Weitgehend erhaltener Originalbemalung. Interessante Versinterungen aus der langen Lagerung im Boden.

Referenzen: Corpus Vasorum Antiquorum, Cambridge (MA) Fogg Museum and Gallatin Collections Pl. 36.1

Provenienz: Erworben 2019 in einem traditionellen Münchener Auktionshaus. Dort eingeliefert von den Erben der Münzhandlung Karl Kress, München, aus den Restbeständen der Münzhandlung, welche ca. 1986 geschlossen wurde (auf dieses Jahr datiert der letzte von dem Haus herausgegebene Katalog). In den Bestand von Karl Kress aufgenommen vor 1980.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.