Beilkopf aus dem nordeuropäischen Neolithikum

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Beilkopf aus dem nordeuropäischen Neolithikum
Es handelt sich um ein trapezförmiges Dicknackenbeil mit dünnem Blatt aus der Ganggrabzeit bis Dolchzeit. 3200 bis 1950 v. Chr.
180 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2952
Details

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Objekt: Dicknackenbeil mit dünnem Blatt

Material: Feuerstein.

Datierung: 3200 v. Chr. bis 1950 v. Chr.,
Ganggrabzeit bis Dolchzeit.
Nordeuropäisches Neolithikum.

Beschreibung:    Beilkopf mit dickem Nacken und dünnem Blatt. Trapezförmiges Längsprofil, der Beilkopf verjüngt sich leicht zum Nacken. Alle Seiten sind unpoliert und relativ grob bearbeitet, nur die Schneide ist angeschliffen.

Anmerkungen: Die Beilköpfe der jüngeren Steinzeit in Nordeuropa werden gewöhnlich anhand ihrer Form typisiert. Die erste systematische Einteilungen jungsteinzeitlicher Beile stammt von dem berühmten dänischen Archäologen Sophus Müller (Ordning af Danmarks Oldsager, 1888). Heute üblich ist die Unterscheidung von spitznackigen Beilen, dünnackigen und dicknackigen Beilen, chronologisch in dieser Reihenfolge. Am Übergang zur Bronzezeit tauchen Beile mit breiten Schneiden auf, die erste Beilklingen aus Bronze imitieren. In der Praxis der Fundsicherung werden die oben genannten Typen häufig weiter in Subtypen gegliedert.
Die Fundkontexte für Beile der Jungsteinzeit sind vielseitig, von großen Horten als Votivgabe oder bei Bestattungen bis zu Arbeitsgeräten oder entsorgten/ausgedienten Beilen aus Siedlungen. Beile aus der Zeit des nordeuropäischen Neolithikums wurden meist aus Gesteinen wie Feuerstein, Metamorphiten oder Kieselgeoden gefertigt.

Maße: 13,9cm lang, 4,9cm breit an der Schneide. 2,5cm breit und 2,0cm dick am Nacken.

Zustand: Sehr guter Zustand, kleine alte Abplatzung an der Schneide, die von steinzeitlicher Nutzung zeugt, keine modernen Schäden.

Provenienz: 2017 von uns erworben aus der deutschen Privatsammlung Heimbach. In diese aus Erbschaft aus der Sammlung Karl Naske. In die Sammlung Naske erworben aus dem Kunsthandel in den 1960er und 1970er Jahren. Aufgrund der überlieferten Notizen aus der Sammlung Naske, ist für diesen Beilkopf eine Herkunft aus Europa anzunehmen.

Referenzen: Vgl. Petersen, Flint fra Danmarks oldtid, Seite 112f, Nr. 169.
Vgl. D.C. Waldorf, Guide to flint axes of southern Scandinavia and north Germany, Seite 57, Abb. 100.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.