Einlage aus Mosaikglas mit einer Halbmaske

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Objektnummer
AR2997
Kunstvoll arrangiertes Motiv, das mit einem gedrehten Plättchen derselben Machart zu einem vollen Gesicht kombiniert werden konnte. Gefertigt in Ägypten während der frühen römischen Kaiserzeit.
Objekt: Einlage aus Mosaikglas mit einer Halbmaske

Material: Mehrfarbiges, opakes Mosaikglas in blau, weiß, rot und schwarz.

Datierung: Spätes 1. Jh. v. Chr. bis 1. Jh. n. Chr.
Frühe Römische Kaiserzeit.

Beschreibung:    Dekorative Einlage in Form einer rechteckigen Platte aus buntem Mosaikglas. Das kunstvolle Arrangement wurde als Scheibe aus einem Mosaik-Kompositstab geschnitten und zeigt eine Halbmaske. Die Maske stellt ein weibliches Gesicht dar, mit geöffnetem Mund, im ägyptischen Stil gestaltete Augenpartie, sowie langen seitlichen Zöpfen.

Hintergrund: Glaseinlagen waren ein beliebtes Zierelement während der frühen römischen Kaiserzeit und in diversen Provinzen des Reichs verbreitet. Die hier vorliegende Halbmaske wurde mit einem Plättchen desselben Glasstabs, das gedreht wurde, zu einem vollen Gesicht kombiniert. Sehr wahrscheinlich wurde die kunstvolle Einlage in Ägypten gefertigt. Die dortigen Glaswerkstätten mit langer Tradition verschmolzen Glasstäbe zu einem Mosaik und schnitten davon Scheiben ab, die dann zu Dekorationszwecken eingesetzt wurden.

Maße: 21mm hoch, 15mm breit.

Zustand: In hervorragenden Zustand und von höchster künstlerischer Qualität. Eine Abplatzung auf einer Seite fällt optisch nicht weiter auf, aufgrund des durchgehenden Motivs im Glas. Schön patinierte Oberfläche. Das Stück befindet sich in einer eigens dafür angefertigten Acrylglashalterung.

Provenienz: 2020 durch uns im britischen Kunsthandel erworben. Zuvor in britischem Familienbesitz. In diesen erworben 1983 aus der schweizer Sammlung Oswald Burchard.
Herr Burchard erwarb viele Objekte aus der Sammlung M. Hess, die vom Hôtel Jura in Basel versteigert wurde, vermutlich auch die vorliegende Glaseinlage. In einer Notiz ist eine mögliche frühere Herkunft aus dem Bestand Giorgio Sangiorgi (1886–1960) vermerkt.

Referenzen: Vgl. H. W. Müller, Ägyptische Kunstwerke, Kleinfunde und Glas, S. 154, A 222 a-d.

Literatur: Von dem Händler und Sammler Giorgio Sangiorgi existiert ein Katalog aus dem Jahr 1914, Collezione di vetri antichi dalle origini al V sec. D. C., mit einer Beschreibung seiner Sammlung, in dem dieses spezielle Stück jedoch nicht abgebildet ist.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.