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Eisenzeitliches Tongefäß in Form eines Tigers

3.860 €
Verfügbar
Objektnummer
AR3118
Objekt: Vorderasiatisches Tongefäß in Form eines Tigers

Material: Gebrannter Ton mit Resten der originalen rot-braunen und schwarzen Bemalung. Die eingesetzten Augen aus Stein.

Datierung: Frühes 1. Jt. v. Chr.
Eisenzeit.
Eine Thermolumineszenzanalyse der Universität Oxford aus dem Jahr 1981 datiert das Stück in den Zeitraum 400 v. Chr. bis 1400 v. Chr. und bestätigt damit die Datierung wie von uns angegeben.

Beschreibung:    Großes Tongefäß in Tierform. Der längliche taillierte Körper ist mit vier Füßen, anliegendem modellierten Schwanz, kräftigem Nacken und charakteristischem Kopf als Raubkatze auszumachen. Es handelt sich wohl um die Darstellung eines Tigers. Auf dem Rücken befindet sich ein Gefäßhals mit Füllöffnung sowie ein daran angesetzter Henkel. Eine Bohrung im Mund diente als Ausguss. Reste der Bemalung und eingesetzte Augen verstärken die Raubkatzengestalt.
Das Stück stammt vermutlich aus dem heutigen Aserbaidschan oder dem nördlichen Iran. Es ist ein wunderbares Beispiel für die Kunst einer Kultur zwischen Steppe und Sesshaftigkeit.

Maße: 28cm Länge, 23cm Höhe, 8,5cm Breite.

Zustand: Sehr guter Zustand für ein Gefäß dieser Größe. Einige unauffällige Bestoßungen am Körper, zum Beispiel am Schwanz und an der Gefäßöffnung. Das linke Vorderbein ist gebrochen und wieder angefügt. Am linken Vorderbein befinden sich einige Bohrungen, wohl von dem älteren TL-Test, der zu jener Zeit noch viel Probematerial erforderte. Die eingesetzten Augen sind original erhalten, genauso wie Teile der originalen Bemalung.

Provenienz: 2020 durch uns im britischen Kunsthandel erworben. Zuvor in einer britischem Sammlung, erworben aus der britischen Galerie Mahboubian. Das oben erwähnte Thermolumineszenzgutachten wurde 1981 von Houshang Mahboubian in Auftrag gegeben.
Die frühere Geschichte kann mit einiger Wahrscheinlichkeit rekonstruiert werden. Und zwar ist davon auszugehen, dass das Objekt bei einer Ausgrabung in den 1900er bis 1930er Jahren in Aserbaidschan gefunden wurde. Dr. Benjamin Mahboubian (1868 bis 1968), der Vater von Houshang Mahboubian, nahm an mehr als 100 Ausgrabungen teil und machte sich um die Geschichte Irans und des nördlich angrenzenden Aserbaidschans verdient. Eine bekannte Ausgrabung fand zum Beispiel in Hasanlu in Aserbaidschan statt. Im Rahmen seiner archäologischen Tätigkeit erwarb er eine umfassenden Sammlung, die er in den 1930er Jahren aus Iran exportierte. So muss auch dieses Objekt in den Familienbesitz gekommen sein. Houshang Mahboubian ordnete und untersuchte ab dem 1970er Jahren die Sammlung seines Vaters und gründete die Galerie Mahboubian in London.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.