Elamische Hundefigur aus Susa

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Elamische Hundefigur aus Susa
Wunderbare kleine Metallfigur aus dem Reich Elam, gefertigt in der Bronzezeit. Mit charakteristischem geringelten Schwanz.
950 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2284
Details

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Objekt: Elamische Figur eines Hundes aus Susa

Material: Silber oder Silberlegierung.

Datierung: Um das 3 Jt. v. Chr.
Für Figuren dieser Art werden durchaus unterschiedliche Datierungen in verschiedene elamische Epochen vorgebracht. Die Zeitspanne verdeutlicht, wie gering unser heutiges Wissen über diese frühe Hochkultur ist.

Beschreibung:    Elamische Hundefigur in Habachtstellung mit aufgerichteten Ohren. Der Hund trägt ein punziertes Halsband. Markant ist der eng aufgewickelte Schwanz.
Der Hund war in Elam ein heiliges Tier und wurde mit der Heilgöttin Gula identifiziert.

Hintergrund: Die elamische Kultur erstreckte sich im Südwesten des heutigen Iran. Dabei ist der politische Zusammenhang der kulturellen Zentren der Region nicht eindeutig geklärt. Man ordnet dem Reich Elam Funde vom 4. Jt. bis 1. Jt. v. Chr. zu, die eine mehr oder weniger deutliche Kontinuität aufweisen. Auch Schriftquellen sind vorhanden, so zum Beispiel Verweise auf den Elam aus dem Alten Testament und zahlreiche Keilschrifttafeln. Jedoch lässt sich Stilkunde und Schriftkunde schwer vereinen, sodass die elamische Kultur bis heute viele Geheimnisse bewahrt hat.

Maße: Ca. 42mm lang.

Zustand: Vorderbeine abgebrochen und fehlend. Unterer Teil des linken Hinterbeins und Schwanz in mehrere Teile gebrochen und wieder zusammengefügt. Linkes Ohr restauriert. Auf modernem Plexiglassockel präsentiert. Insgesamt trotz oder gerade wegen den Spuren der Zeit sehr schönes und charakterstarkes Stück.

Provenienz: Durch uns 2017 aus dem deutschen Privatbesitz M. Voos erworben. In diesen 2017 durch Erbschaft der deutschen Privatsammlung H. Herbst. Das Objekt wurde 1978 bei Davies Antiques in London für die Sammlung Herbst erworben und nach Deutschland gebracht (Rechnung ist in Kopie vorhanden). Der Rechnungstext nennt die elamische Stadt Susa, wobei es sich um den überlieferten Fundort handelt.

Referenzen: Vgl. A. P. Kozloff, Animals in Ancient Art from the Leo Mildenberg Collection, S.19, Nr. 3.
Vgl. elamische Hundefigur im Louvre, Raum 232, Vitrine 3.
Der Louvre verweist auf Duval Alain-René, Eluère Christiane, Hurtel Loïc, Tallon Françoise, "La Pendeloque au chien de Suse. Étude en laboratoire d'une brasure antique", in Revue du Louvre, 1987, n 3, pp. 176-179.
Vgl. Christie's London South Kensington, Sale 7207, Los 2 (dort sehr ähnliche Figur aus Gold, verkauft für GBP 6875).

Literatur: D. T. Potts, The Archaeology of Elam, formation and transformation of an ancient Iranian state, Cambridge (1999).

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.