Griechischer Teller mit Standfuß, Apulien

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Griechischer Teller mit Standfuß, Apulien
Aus der antiken Stadt Gnathia. Ca. 4. Jh.v.Chr. 7cm hoch, Teller 11cm Durchmesser. Evtl. für Opfergaben gedacht. Professionell restauriert.
auf Anfrage

Verfügbarkeit: Verkauft

Objektnummer: 0209GRE1008
Details

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Objekt: Griechische Fußplatte, Apulien
Material: Rot-brauner Ton. Schwarzer Glanzton. Weiße und rote Deckfarben.
Maße: 7cm hoch, Teller 11cm Durchmesser, Fuß 4,9cm Durchmesser.
Datierung: 4. Jh. v. Chr. bis 3. Jh. v. Chr.
Klassische Antike.
Zustand: Das Objekt war beim Fund in wenige große Stücke gebrochen, die professionell restauriert wurden. Die Fugen sind kaum sichtbar (vgl. Foto), das Objekt wirkt daher auf den ersten Blick ganz. Dabei ist der Ton original erhalten. Ingesamt ist die Struktur solide und nicht brüchig. Die Glasur und Bemaltung sind gut erhalten, keine Abplatzungen oder fehlende Stücke.
Beschreibung: Antike griechische Platte zum Servieren, aufgrund der Abmessungen mölicherweise als rituelle Opferplatte eingesetzt.Typische Ware aus der griechischen Kolonie Gnathia, Apulien, Italien.
Die Platte ist auf einem schlanken Standfuß aufgesetzt. Die Innenseite des Tellers selbst ist mit konzentrischen Kreisen in rot und weiß bemalt, innen dezente Ornamente, darunter fünf Schwanenkörper.
Anmerkungen: Es handelt sich um eine Keramik der sogenannten Gnathia-Gattung. Namensgebend für diesen Stil ist die antike Stadt Gnathia (heute Egnazia) im Osten Apuliens. Er entwickelte sich im 4.Jh.v.Chr. in Apulien parallel zum rotfigurigen Stils, der zu dieser Zeit teilweise begann polychrom zu werden. Kennzeichnend ist das Aufbringen von verschiedenen Farben direkt auf die gefirnissten Keramikkörper. Zunächst wurde eine ganze Palette von Farben, Weiß, Gelb, Orange, Rot, Braun, Grün und andere, genutzt, nach 330 v. Chr drängt die Nutzung der weißen Farbe die anderen Farben in den Hintergrund. Auch das Themenspektrum wird enger, gezeigt werden Wein- Efeu- und Lorbeerranken, Theatermasken, innerhalb der Ranken Männer- und Frauenköpfe, Tauben und Schwäne. Die meist unbemalte untere Hälfte der Gefäße wird nun häufig geriefelt. Neben Oinochoen, Skyphoi und Peliken werden auch Flaschen, Lekythen, Schüsseln und Kantharoi bemalt.
Provenienz: Aus einer US-amerikanischen Sammlung. Später im Verkauf durch Artemis Gallery. Erworben im Jahr 2008.
Literatur: Rolf Hurschmann: Gnathiavasen. In: Der Neue Pauly. Band 4, 1998, Sp. 1106f.
L. Forti, La ceramica di Gnathia (1965).
Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.