Großer Randleistendolch aus Luristan

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Großer Randleistendolch aus Luristan
Hervorragend erhaltenes Exemplar eines wichtigen luristanischen Dolchtyps. Die beeindruckende Länge gleicht der eines Kurzschwerts. Mit Art Loss Zertifikat.
1.100 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR2714B
Details

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Objekt: Randleistendolch aus Luristan

Material: Bronze.

Datierung: 1100 v. Chr. bis 900 v. Chr.
Eisenzeit I.

Beschreibung:    Der luristanischer Randleistendolch besitzt eine lange Klinge, die vorne spitz zuläuft. Direkt ansetzender, flacher Bronzegriff mit umlaufendem, hochgearbeitetem Rand. Die Griffeinlage war einst darin eingeklebt. Der Griff ist vorne tailliert und endet hinten in einem Halboval - eine Form, die einen festen Halt für die Hand bietet.
Insgesamt ein exzellent erhaltenes Beispiel für einen luristanischen Randleistendolch. Die Bezeichnung als Dolch hat sich in der Fachliteratur etabliert. Die Länge speziell von diesem Exemplar rechtfertigt jedoch eher die Bezeichnung als Kurzschwert.

Anmerkungen: Dolche waren die Standardwaffe der luristanischen Krieger. Die verschiedenen Dolchtypen wurden von Archäologen nach deren Grifftyp benannt. Dementsprechend ist für den vorliegenden Randleistendolch der zu einer Leiste hochgearbeitete Rand namensgebend.
Zunächst wurden in Luristan Klingen als Dolche verwendet, an die der Griff genietet wurde. Im 14. Jh. v. Chr. kamen die Randleistendolche auf, die samt Griff aus einem Stück Bronze gefertigt wurden. Der den Griff umgebende Rand fasste eine Einlage, die aus Bein, Holz oder Metall bestand. Die Randleistendolche waren ansonsten schlicht gestaltet und wiesen in der Regel keine aufwendigen Verzierungen auf, wie sie von Axtköpfen jener Zeit bekannt sind. Im 10. Jh. v. Chr. wurden die Bronzedolche von Waffen aus Eisen verdrängt.

Maße: 49,7cm lang, davon 35,5cm Klinge, 14,2cm Griff. 4,1cm breit.

Zustand: Bronze stabil und in hervorragendem Zustand. Schwert leicht gereinigt, die farbenfrohe Patina ist jedoch gut erhalten. Kleinere Abplatzungen am Rand der Klinge, möglicherweise alte Nutzungsspuren. Kleiner Schaden am hinteren Rand des Griffes.

Provenienz: 2016 in einem deutschen Auktionshaus erworben. Zuvor in der deutschen Privatsammlung K. In diese erworben in den 1950er Jahren.

Referenzen: Vgl. M. J. Sanchez Beltran, Catalogo de los bronces de Luristan en el museo arqueologico nacional, S. 22f, Nr. 8.

Literatur: St John Simpson and Susan La Niece, New light on old swords from Iran. The British Museum Technical Research Bulletin, Volume 4 (2010).
Moorey, Ancient Bronzes from Luristan (BM, 1974), Seite 23f.
Bonnet, Die Waffen der Völker des Alten Orients, Seite 42ff.

Zertifikat: Ein ArtLoss Zertifikat liegt vor und kann hier eingesehen werden. Die Datenbank von ArtLoss umfasst gegenwärtig über 500,000 als gestohlen / verloren gemeldete Objekte und bezieht auch aktiv die entsprechenden Datenbanken von Interpol und vom FBI ein. Selbstverständlich erhalten Sie beim Kauf das ArtLoss Zertifikat zusammen mit dem Objekt.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.