Hethitisches Tonsiegel mit Hieroglyphen
650 €
Verfügbar
Objektnummer
AR3461B
| Objekt: |
Hethitisches Tonsiegel
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| Material: |
Ton.
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| Datierung: |
Ca. 1650 v. Chr. bis 1180 v. Chr. Zeit des hethitischen Großreichs. Späte Bronzezeit. |
| Beschreibung: |
Kegelförmiges Tonsiegel aus Hattuscha, der Hauptstadt des Hethiter-Reichs. Das schmale Ende des Kegels ist abgerundet und quer durchbohrt, sodass er aufgefädelt werden konnte. Das breite Ende ist zu einer Stempelfläche abgeflacht. Darauf sind Hieroglyphen eingetieft, ein Kreuz ordnet sie in vier Register.
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| Hintergrund: |
In der späten Bronzezeit blühte das Reich der Hethiter im anatolischen Hochland. Die Hauptstadt Hattuscha (oder Hattusa) diente als politisches und kulturelles Zentrum. Bei der Verwaltung ihres Großreichs stützten sich die Hethiter auf die Schrift, eine von den Assyrern übernomme Kunst. Und das im großen Stil. Im Jahr 1834 fanden die Überreste der Stadt wieder Beachtung und seit 1883 bringen archäologische Ausgrabungen tausende Keilschriftdokumente ans Licht. Die meisten sind in hethitischer oder altassyrischer Sprache verfasst, doch finden sich auch andere und sogar zuvor unbekannt Sprachen darunter. Sogar der Name der Stadt selbst wurde über diese Dokumente an die Nachwelt überliefert. In diesem Zusammenhang mit der Verwaltung oder Wirtschaft ist auch das hier vorliegende Siegel zu werten sein und könnte eine weitere Überraschung bereithalten.
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| Maße: |
22mm Höhe. 24mm bis 25mm Durchmesser.
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| Zustand: |
Nahezu perfekter Zustand. Lediglich eine kleine Bestoßung an der Kante der Stempelfläche, jedoch ohne die Hieroglyphen darauf zu beschädigen. Der Tonkörper an sich und auch die Stempelfläche in allen Details erhalten. Beiliegender Zettel, der einst an das Siegel geklebt war, mit Aufschrift "Hatusa 1977 Bildschr. ca. 3000 v.Chr". Der moderne Abdruck ist nicht beiliegend.
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| Provenienz: |
Von uns im Jahr 2023 aus der deutschen Familiensammlung Kremser erworben. In die Familiensammlung aufgenommen von Siegfried Schiller im Jahr 1977. Herr Schiller erwarb das Tonsiegel von einem Händler in der Türkei und exportierte es im selben Jahr nach Deutschland. Als Fundort ist Hattuscha überliefert, die einstige Hauptstadt des Hethiter-Reichs. Der Fundzeitraum muss zwischen 1883 und 1977 liegen.
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| Literatur: |
Ein neuerer Übersichtsartikel zur Datierung hethitischer Siegel anhand ausgewählter Beispiele ist von Suzanne Herbordt, Hittite Glyptic: A Reassessment in the Light of Recent Discoveries, BYZAS 4 (2006), S. 95-108.
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| Echtheit: |
Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.
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