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Kanaanitische Öllampe

Objektnummer
0442CAN1508
Vorantike Öllampe aus der Eisenzeit, Terracotta.
Objekt: Vorantike Öllampe
Material: rotes Terracotta mit starker Sandpatina
Fundort: Levante, Palaestina/Syria, kanaanitisch.
Maße: 130 mm lang, 130 mm breit, 40 mm hoch.
Datierung: Ca. 1200 v.Chr. bis 560 v.Chr., Eisenzeit
Südisraelischer Typ mit hohem Basisdiskus.
Zustand: Vollständig erhalten. Einige kleine Schäden am Kranzrand. Keine Reparaturen, starke Rußspuren an Dochtmulde.
Beschreibung: Antike Öllampe aus Terrakotta, Kanaan/Syria.
Diskusförmiger, stark angehobener Boden dient als Standfuß, dieser und der Randkranz ausgeprägt gearbeitet. Rußspuren an Dochtmulde. Sehr schöne, gleichmäßige Fundpatina.
Die einfache elegante Form war im gesamten Nahen Osten weit verbreitet und fand sich ab mindestens 2200 vor Chr. Zum Glück haben wenige Exemplare bis heute überdauert und wir freuen uns ein solches Stück intakt(!) in hervorragender Qualität anbieten zu können.Als wichtiger Gebrauchsgegenstand der damaligen Zeit gehört dieser Grundtyp der Öllampen zur Grundausstattung jeder gut geführten Antikensammlung. Die Echtheit des Stückes ist leicht an der rauhen Tonoberfläche, den Rußspuren und der Beschaffenheit der Anlagerungen auszumachen.
Geschichte: Als erste Lampen wurden mit Tierfetten gefüllte, flache Steinschalen verwendet, welche am Rand eine kleine Rinne für den Docht hatten. Dochte bestanden zunächst nur aus Pflanzenfasern, später auch aus Stoffresten. Derartige Schalenlampen wurden in manchen Regionen schon im 8 Jahrtausend v.u.Z. benutzt.Über viele Jahrhunderte entwickelte sich dieser Lampentyp kaum weiter, obgleich verschiedene Brennstoffe und Gehäuseformen aus Ton und Stein auftauchten. Die erste wesentliche Verbesserung war die Verwendung von Pflanzenölen. Dadurch konnten die Schalen zugedeckt und so vor Verschmutzung geschützt werden.Die verwendeten Brennstoffe (Fett, Talg, Öl) sind dickflüssig, so dass sie nur einige Millimeter bis wenige Zentimeter im Docht nach oben steigen können. Geht der Brennstoff zur Neige, verglüht ein Teil des Dochts.
Literatur: Adler 9ff, vgl. Typ 13 bzw. 14; QEDEM 8 318ff.;
Echtheit: Die Echtheit wird wie bei allen unseren Objekten ohne zeitliche Einschränkung garantiert.
Provenienz: Neuere Ausgrabung nahe Jerusalem. Das Objekt wurde von der israelischen Kulturbehörde (IAA) erfasst, eine Exportgenehmigung liegt uns vor.