Kunstvoll verzierter Stilus

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Kunstvoll verzierter Stilus
Römischer Wachstafelstift aus massiver Bronze. Hinten Ansatz für Radierungen. Hervorragender Zustand, originale Kette noch am Körper befestigt. 1. bis 3. Jh. n. Chr.
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Objektnummer: AR1685
Details

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Objekt: Kunstvoll verzierter Stilus (lat. = Griffel, Schreibstift)
Material: Bronze.
Fundort: Vermutlich Süd-Osteuropa.
Maße: Länge 136mm, Kettenlänge 56mm.
Datierung: 1. Jh. n. Chr. bis 3. Jh. n. Chr.,
Römische Kaiserzeit.
Zustand: Hervorragender Zustand, keine Korrosionsspuren oder Restaurationen. Satte Patina. Spitzer und Radierer intakt, originale Kette noch am Körper befestigt.
Beschreibung: Kunstvoll verzierter römischer Stilus aus massiver Bronze. Antiker Wachstafelstift.
Runder Querschnitt. Nach vorne spitz zulaufend, restlicher Körper mit etwa gleichbleibendem Durchmesser, hinten schaufelartiger Ansatz, der für Radierungen benutzt werden konnte, d.h. zum Wiederglattstreichen des Wachses. Das hintere Drittel des Stifts ist mit kunstvollen Ornamenten verziert, bestehend aus Doppelreifen, die sich mit aufeinandergesetzten Kegelstümpfen abwechseln. Auf Höhe dieser Verzierung ist eine Kette aus offenen achtförmigen Bronzelementen befestigt.
Es handelt sich um einen besonders schönen und aufwendig gestalteten Schreibstift in hervorragender Erhaltung, sicherlich aus einem wohlhabenderen römischen Haushalt.
Historisches: Spitze Stifte aus hartem Material wie dieses Exemplar waren in der gesamten Antike als Schreibgerät gebräuchlich. Sie bestanden aus Metall, Knochen oder Elfenbein. Geschrieben wurde damit überwiegend auf Wachstafeln (tabulae). Schriftzeichen wurden mit der Spitze des Stilus in das Wachs gekratzt. Mit dem anderen Ende des Stilus konnten Fehler durch Glätten des Wachses radiert und anschließend wieder überschrieben werden. Stili sind in zahlreichen bildlichen Darstellungen der Antike überliefert. Zum Glück sind auch wenige originale Exemplare wie dieses erhalten geblieben.
Das Bild unten zeigt eine Darstellung aus Pompeji, in der eine Dame einen Stilus benutzt.
Literatur: I. Bilkei, Römische Schreibgeräte aus Pannonien, Alba Regia XVIII, 1980, S. 61-90.
Provenienz: 2014 erworben aus der schweizer Privatsammlung A. Schmidt. In diese aus der Galerie Alte Römer (selbe Artikelnummer). Durch uns (A.R.) im US-amerikaniscchen Kunsthandel erworben 2012. Fund aus dem Balkanraum.
Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.