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Mykenisches Diadem aus Flussgold

Verkauft
Objektnummer
AR2531
Objekt: Diadem

Material: Blattgold

Datierung: Ca. 1200 - 1000 v. Chr.
Spätmykenische Epoche, SH IIIB - C

Beschreibung:    Gleichmäßiges schlichtes Goldband. In der Mitte Sonnensymbolik (aufgehende oder untergehende stilisierte Sonne), seitlich vermutlich Sichelmond. Abgerundete Enden, jeweils mit einer Öse aus gewundenem Golddraht abschließend.
Die Ösen sind nicht angelötet, sondern gehen direkt in das Blech über. D.h. es wurde aus einem Draht gefertigt, der in der Mitte sehr dünn ausgewalzt oder gehämmert wurde wurde.
Filigran gearbeitetes Schmuckstück. Die Form der Ösen ist typisch für mykenische Diademe, siehe z.B. die Funde aus Schachtgrab A in Mykene bzw. aus dem Schachtgrab in Ägina

Maße: Länge 305mm, Höhe 19mm. Gewicht ca. 2 Gramm.

Zustand: Sehr dünnes Goldblech. Kleinere Fehlstellen, Risse und Knicke über das Blech verteilt. Drei Klebestellen an einem Ende. Insgesamt sehr eindrucksvoll in seiner guten und fast vollständigen Erhaltung.

Referenzen: F. H. Marshall, Catalogue of the Jewellery Greek, Etruscan & Roman in the Departments of Antiquities British Museum. 1969. Tafel VI, Nr. 683.

Literatur: I. Kilian-Dirlmeier, Das mittelbronzezeitliche Schachtgrab von Ägina (Mainz 1997)

Expertise: In einer XRF Analyse (Gerät Thermo Scientific XL3) wurden 90% - 91% Au, 6% Ag, sowie Anteile von Fe, Cu, Sn, Pb, Sb, Cd, W und Ti festgestellt. Die Zusammensetzung spricht für Flussgold als Material (das Verhältnis von hohem Goldgehalt und Silber ist sehr typisch für Flussgold, und auch die übrigen Spurenelemente passen dazu in ihrer Zusammensetzung. Die Anteile sind je nach Fluss sowie nach Lage im Geröllgeschiebe unterschiedlich).

Provenienz: 2014 erworben in einem süddeutschen Auktionshaus. Dort eingeliefert aus einer deutschen Sammlung, in diese in den 1980er Jahren aus dem bayerischen Kunsthandel erworben.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.