Neubabylonisches Stempelsiegel mit religiöser Szene

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Neubabylonisches Stempelsiegel mit religiöser Szene
Konisches Siegel aus makellosem Chalcedon gefertigt. Das Motiv zeigt einen Beter vor einem Altar oder den Symbolen der Götter Ischtar und Schamasch. Unverzichtbares Objekt für eine Lehrsammlung.
390 €

Verfügbarkeit: Verfügbar

Objektnummer: AR1989
Details

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Objekt: Neubabylonisches Stempelsiegel mit religiöser Szene

Material: Chalcedon. Sehr schönes, fast makelloses Mineral.

Datierung: 6. Jh. v. Chr.
Spätbabylonische Zeit.

Beschreibung:    Neubabylonisches Stempelsiegel mit religiöser Szene. Das obere Ende des konoiden Siegels ist gerundet. Die Siegelfläche oval und leicht konvex. Sie trägt eine in Schleifradtechnik eingravierte Darstellung. Ein achtstrahliger Stern befindet sich über einer geflügelten Sonnenscheibe. Daneben ein bärtiger Mann im Gewand, der eine Hand im Gebetsgestus erhebt.
Stern und Sonne können einerseits als Symbole der Götter Ischtar und Schamasch aufgefasst werden, andererseits könnte es sich bei der Flügelsonne um einen Altar handeln, auf dem ein Stern ruht. In jedem Fall handelt es sich um ein sehr typisches Motiv, das einen guten Einblick in die neubabylonische Religion gibt. Das Siegel ist somit gut geeignet für eine Lehrsammlung.

Maße: Ca. 17mm x 12mm Länge und Breite der Stempelfläche, ca. 19mm Höhe.

Zustand: Bestoßung am oberen Ende des Siegels, ansonsten nur minimale Bestoßungen. Insgesamt in hervorragendem Zustand mit klar erkennbarem Motiv auf der Stempelfläche.

Provenienz: 2013 von uns in einem deutschen Auktionshaus erworben. Zuvor in der bedeutenden Sammlung des Düsseldorfer Notars Dr. Paul Gerhard Langenkamp (1922–2012) (Sammlungsnummer 45). In diese erworben aus dem Kunsthandel in den 1940er bis 1980er Jahren. Viele Stücke der Sammlung wurden bei den Händlern Drouot Paris, Palais d’Orsay, Münzen und Medaillen AG Basel und Frank Sternberg AG Zürich erworben.
Das vorliegende Siegel wurde für Dr. Langenkamp von Prof. Dr. Ruth Mayer-Opificius (1928 bis 2006) wissenschaftlich bearbeitet. Frau Mayer-Opificius war Professorin für altorientalische Altertumskunde an der Universität Münster und eine renommierte Expertin für altorientalische Siegel. Von ihr stammt eine uns vorliegende Notiz mit Datierung, Deutung und Literaturangaben, die wir zur Grundlage unseres Beschreibungstexts gemacht haben.

Referenzen: Vgl. Jakob-Rost, Die Stempelsiegel im vorderasiatischen Museum Berlin, Nr. 282.
Vgl. Orbis Biblicus et Orientalis 110, H. Keel-Leu, Vorderasiatische Stempelsiegel, S. 130, Nr. 158.
Vgl. Habib Anavian Collection, Nr. 253.

Echtheit: Die Echtheit wird, wie bei allen unseren Objekten, ohne zeitliche Einschränkung garantiert.